Top 5: Meist verbreitete polnische Nachnamen & Bedeutung

Meist verbreitete polnische Nachnamen

In Deutschland kennt sie jeder: Müller, Meier, Schmidt, Nachnamen, die scheinbar überall zu finden sind. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich im Freundes- oder Bekanntenkreis eine Person mit diesem Nachnamen befindet, ist sehr hoch. Doch dieses Phänomen gibt es natürlich nicht nur in Deutschland. Jede Nation der Erde hat bestimmte Nachnamen, die weit verbreitet sind und deren Bedeutungen sich über mehrere Jahrhunderte entwickelt haben. So auch in Polen, wo sich Nachnamen vor allem durch Endungen wie -ski und -cki auszeichnen. Im Polnischen wird der Nachname für Frauen abgeändert, das heißt aus Jablonski würde Jablonska werden, wenn eine Frau einen Mann dieses Nachnamens heiraten würde. Für diese Liste wird diese Unterscheidung allerdings nicht berücksichtigt, da es sich um die gleiche Namensherkunft handelt. Es folgen die fünf weit verbreitetsten polnischen Nachnamen und deren Bedeutungen.

Platz 5: Lewandowski

Der wohl bekannteste Vertreter dieses Nachnamens ist Robert Lewandowski, der als Stürmer sowohl bei Borussia Dortmund als auch beim FC Bayern München die Bundesliga unsicher macht. Der Name ist sehr alt und hat seinen Ursprung in der Region Warschau, wo der Name auch als Ortsbeschreibung diente. Früher wurden mit dem Namen Lewandowski Personen bezeichnet, die aus Orten mit den Namen Lewandow, Lawendow oder Lewandowka stammten. Der Suffix -ski wird im Polnischen verwendet, um eine Ortsbeschreibung zu kennzeichnen. Außerdem bedeutet Lawenda im Polnischen so viel wie Lavendel, was ebenfalls verwendet werden konnte, um den Herkunftsort zu beschreiben.

Platz 4: Dabrowski

Dabrowski wird mit Dombrowski eingedeutscht und wurde unter anderem von Jan Henryk Dabrowski popularisiert, der in Polen als Nationalheld gilt. Er war als General tätig und bemühte sich um ein unabhängiges Polen. Von ihm handelt auch die polnische Nationalhymne. Der Name Dabrowski ist in erster Linie auch eine Beschreibung der Herkunft des Namensträgers. Eine Person mit diesem Nachnamen stammte aus Orten wie Dabrowa und Dabrowka, die als Ortsnamen in Polen weit verbreitet sind. Die Namensendung -ski wird hier wieder verwendet, um eine Ortsbeschreibung zu kennzeichnen. Wörtlich übersetzt bedeutet Dabrowski so viel wie Eichenhain und kann in Kombination mit dem Ortsnamen verwendet werden, um die Herkunft einer Person mit diesem Nachnamen weiter einzugrenzen.

Platz 3: Wisniewski

Der dritthäufigste Nachname in Polen ist Wisniewski. Unter anderem trägt der polnische Wissenschaftler und Schriftsteller Janusz Leon Wisniewski diesen Nachnamen. Auch ein polnischer Handballspieler und ein amerikanischer Eishockeyspieler teilen diesen Nachnamen, der sich durch Auswanderung einiger polnischer Bürger auch in andere Länder verteilt hat. Die Herkunft des Namens Wisniewski lässt sich auf die Natur Polens zurückführen. Wisnia bedeutet auf polnisch Kirschbaum und wird in Verbindung mit dem Suffix -ski auch verwendet, um einen Ort anhand eines Kirschbaums zu beschreiben. Deshalb lässt sich der Name auch mit „Der, der am Kirschbaum wohnt“ übersetzen.
Außerdem gibt es in Polen zahlreiche Orte, die ihren Namen dem Kirschbaum zu verdanken haben, wie Wisniew oder Wisniewa. Deshalb wurde Wisniewski auch verwendet, um Menschen zu beschreiben, die aus Orten mit diesen Namen stammten.

Platz 2: Kowalski

Kowalski hat als Nachname eine lange und ereignisreiche Geschichte in Polen. Alfred von Wierusz-Kowalski, ein polnischer Maler aus dem 19. Jahrhundert, ist nur einer der vielen bekannten Namensträger dieses Nachnamens. Insgesamt gab es in Polen zehn verschiedene Adelsfamilien, die den Namen Kowalski trugen. Sie zeichneten sich durch verschiedene Familienwappen aus und stammen aus verschiedenen Teilen Polens.
Der Wortstamm, Kowal, lässt sich mit Schied übersetzen. Deshalb kann man den polnischen Nachnamen mit den deutschen Nachnamen Schmied oder Schmidt vergleichen, sowie mit dem englischen Nachnamen Smith. Es gibt auch zahlreiche Orte in Polen, die den Namen Kowale oder Kowalskie tragen. Zusammen mit dem Suffix -ski kann der Nachnamen auch also wieder eine Ortsbeschreibung sein und andeuten, dass eine Person mit diesem Nachnamen aus einem entsprechenden Ort stammte.

Platz 1: Nowak

Der häufigste polnische Nachname ist Nowak. Er ist neben Polen auch in vielen weiteren Osteuropäischen Ländern verbreitet und hat eine eher universelle Bedeutung. Er lässt sich nämlich wörtlich mit „der Neue“ übersetzen. Das deutsche Äquivalent zu Nowak wäre also Neumann. Warum dieser Nachname so häufig verkommt, lässt sich anhand seiner Herkunft erklären: Immer, wenn eine Person früher in Polen den Ort wechselte und in eine neue Gegend zog, wurde diese als Nowak bezeichnet, da diese ja neu in diesem Ort war. Da im Laufe der Jahrhunderte sehr viele Menschen ihren ursprünglichen Wohnort verließen und in neue Städte zogen, wurde der Namen auch immer verbreiteter, bis er heute schließlich zum bekanntesten Nachnamen Polens wurde. Unter anderem tragen der Harvard-Professor Martin A. Nowak und der Schauspieler B.J. Nowak diesen Nachnamen. In Polen gibt es heute über 268.000 Menschen, die diesen Nachnamen tragen.

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