Typisch deutsche Sitten & Gebräuche im Überblick

Deutschland besteht historisch gesehen aus sehr vielen verschiedenen Einheiten, die erst nach und nach zusammengewachsen sind. Daher gibt eines eine schier unüberblickbare Zahl von regionalen Sitten und Gebräuchen. Die Teilung des Landes in BRD und DDR trug außerdem dazu bei, dass sich unterschiedliche Kulturen in den beiden Landesteilen entwickelten. Regionale Identitäten und Brauchtumspflege spielen in Deutschland eine große Rolle und regionale Besonderheiten sind eine erste typisch deutsche Sitte.

Weihnachtsbräuche

Viele deutsche Bräuche orientieren sich am Jahreslauf. Weihnachten ist ein Fest, das in sehr vielen deutschen Haushalten gefeiert wird. Der 25. und 26. Dezember sind daher auch freie Tage. Zu einem typisch deutschen Weihnachtsfest gehören in der Regel ein Weihnachtsbaum und zuvor bereits ein Adventskranz. Beide Symbole sind im 19. Jahrhundert in die bürgerlichen Wohnzimmer gewandert. In manchen Gegenden spricht man auch vom Christbaum, vor allem dort, wo das Christkind und nicht der Weihnachtsmann die Geschenke am Heiligen Abend (24. Dezember) unter den Baum legt.

Auch das Singen von Weihnachtsliedern wie „Stille Nacht“, „Oh du fröhliche“ oder „Oh Tannenbaum“ sind eine typisch deutsche Sitte. Diese Sitten sind eng mit dem christlichen Glauben verbunden und werden sowohl in katholischen als auch in evangelischen Haushalten praktiziert. Allerdings ist das Feiern des Weihnachtsfestes in dieser Form so populär in Deutschland, dass auch atheistische, agnostische oder andersgläubige Familien die Sitten übernommen haben und anwenden.

Säkulare Feste

Typisch deutsch ist auch das Feiern von säkularen Festtagen, wie dem Vatertag, dem 1. Mai oder Karneval. Lediglich für den recht neuen Feiertag am 3. Oktober, dem Tag der deutschen Einheit, hat sich noch keine eigene Feierkultur etabliert. Am Vatertag und am 1. Mai gibt es regionale Bräuche, wie das Aufstellen eines Maibaums im Zentrum einer Gemeinde oder einen Umzug, aber auch viele private Feierformen, wie Grillen oder Männerausflüge. Zum 1. Mai gehören jedoch auch die Demonstrationen, die vor allem in Hamburg und Berlin zum Teil eskalieren und zu heftigen Auseinandersetzungen mit der Polizei führen.

Karneval oder auch je nach Region Fastnacht oder Fasching genannt, hat einige Hochburgen in Deutschland, in denen sich eine große Feierkultur ausgebildet hat. Vor allem Entlang von Main und Rhein gibt es große Faschingsumzüge und Vereine, die sich diesem Fest widmen. Die Form den Karneval in einem Umzug zu feiern ist also für einige Landstriche ein typisch deutscher Brauch.

Ehrenamtliches Engagement

Dies zeigt, dass Deutschland gerne feiert und sich dafür auch organisiert. Vereinsleben ist wichtig. Neben den professionalisierten Sportarten gibt es auch viele Amateurclubs im Breitensportbereich. Daneben existieren Heimatvereine, Tierzuchtvereine oder wohltätige Vereine. Viele Deutschen sind in Vereinen tätig oder engagieren sich auf anderem Wege ehrenamtlich. Diese gut ausgebaute Struktur ist also eine typisch deutsche Sitte.

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