Überweisung: Was bedeutet präventiv & kurativ?

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Kurativ

Kuration kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Bewahren, Behandeln“. Allerdings variiert die Bedeutung zwischen zwei Fachbereichen.

Medizin

Wenn es um eine gänzliche Wiederherstellung der Gesundheit eines Patienten geht, spricht man bei der Behandlung von Kuration. Ebenso spricht man davon wenn eine Verschlechterung verhindert wird. Ist eine vollständige Heilung nicht absehbar spricht man ebenso von Kuration.

Wirtschaft – Gesundheitsmanagement

Gleichbedeutend mit Behandlung wird Kuration hier als Kostenfaktor verwendet. Es spielt dabei keine Rolle ob die Krankheit besser wird oder nicht.

Landwirtschaft

Hier bedeutet kurativ das eine Heilung von infizierten Pflanzen mit dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln eine gute Wirkung haben wird.

Präventiv

Prävention kommt ebenso aus dem Lateinischen und bedeutet „zuvorkommen, verhüten“. Dies bedeutet so viel wie das eine Krankheit oder unerwünschte Zustände, die eventuell eintreten können, abgewendet werden. Voraussetzung dazu ist das geeignete Maßnahmen verfügbar sind, um dies zu vermeiden.

Es gibt verschiedene Bereiche in denen man vorbeugende Maßnahmen treffen kann, zum Beispiel bei der Drogenprävention, Gewalt- und Kriminalprävention. In der Unfallverhütung und auch als vorbeugender Brandschutz. Natürlich gibt es noch einige Bereiche mehr, wo die Prävention angewendet werden kann. Im Mittelpunkt steht sie vor allem in der Gesundheits- und Sozialpolitik. Ein zentrales Handlungsfeld ist die Prävention besonders in der Medizin und in der Zahnmedizin.

Abgrenzungen

Es wird unterschieden zwischen Verhaltens- und Verhältnisprävention. Die Verhaltensprävention ist besonders auf das Handeln einzelner Personen ausgerichtet, die Verhältnisprävention hingegen richtet sich auf das Umfeld der Lebensumstände.
Prävention wird weiter untergliedert nach Ansatzpunkten des zeitlichen Verlaufs. 1957 gab es nur eine Unterteilung in 2 Abschnitten, die Primär- und die Sekundärprävention. Aus diesen beiden wurde kurz danach dann die Tertiär-, Quartär- und Primordialprävention.
In der heutigen Zeit wird in universelle, selektive und indizierte Prävention unterteilt.
Die Primärprävention richtet sich noch vor Beginn einer Gefährdung an potentiell betroffene Menschen, die Primordialprävention richtet sich besonders an Risikofaktoren der Gesellschaft. Ausgerichtete Programme von bereits gefährdeten angesehenen Personengruppen finden sich in der Sekundärprävention wieder. Die Tertiärprävention soll der Verschlechterung des Zustandes entgegen steuern. Maßnahmen zur Rückfallprophylaxe und Strategien zur Vermeidung unnötiger Maßnahmen spielen bei der Quartärprophylaxe eine Rolle.

Die universelle Prävention bezieht sich auf die gesamte Bevölkerung, während die selektive Prävention das Augenmerk auf besonders gefährdete Personen hat.
Im Anschluss gibt es noch die Strafzwecktheorie, in 2 Richtungen gehend. Zum einem gibt es da die Generalprävention, alle Mitglieder der Gesellschaft sind davon betroffen und die Spezialprävention, die das konkrete Verhängen einer Strafe an eine Einzelperson vorsieht.

Kritik

Das Interesse der Politik und Wirtschaft ist sehr groß um vielfache und weitreichende Programme zur Prävention einzuleiten und verpflichtend durchzuführen. Abgewogen werden müssen die anfallenden Kosten und der Eingriff in die Persönlichkeitsrechte, was die Durchführung einer Prävention schwierig gestaltet. Viele Menschen haben Angst vor vermeintlichen Gefahren, diese können mit einer Prävention vermindert werden. Auch viele Unternehmen beteiligen sich an lokalen, nationalen und internationalen Präventionen, diese sind natürlich nicht zu unterschätzen. Fraglich ist immer, in wie weit Maßnahmen der Prävention, zum Wohl der Bevölkerung geregelt werden.

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