Überziehungszins in VWL leicht erklärt + Beispiel

Überziehungszinsen sind dann zu zahlen wenn das Girokonto überzogen wird. Die Höhe für die Zinsen liegt für Gewöhnlich bei rund 10 %.

Die Zinsen für die Überziehung werden dann berechnet, wenn es vorher kein festgelegtes Kreditlimit gab. Die Berechnung der Überziehungszinsen erfolgt auch dann, wenn es eine Kreditlinie gab und diese überschritten wurde. Ein Beispiel dafür ist, wenn die Grenze des Dispositionsrahmens überschritten wurde. Bei der Berechnung der Höhe wird vom ersten Tag seit der Überziehung ausgegangen.

So entsteht der Überziehungszins bei einem Girokonto

Bei der Eröffnung eines Girokontos durch eine Privatperson kann normalerweise nur über das Geld verfügt werden, das tatsächlich auf dem Konto ist. Manchen Kunden wird jedoch die Überziehung eines Kontos bis zu einem bestimmten Limit eingeräumt. Dieses Limit nennt sich Dispositionskredit. Wurde kein Limit festgelegt spricht man nur von einer Überziehung.

Auch bei der Überziehung eines Kontos müssen Zinsen gezahlt werden. Diese sind vergleichsweise hoch, da die Bank durch die Überziehung den Kunden eine Art Blanco Kredit vergibt. Zudem besteht für den Kunden die Pflicht, dass er das Konto zeitnah
wieder ausgleicht. Somit wird die Überziehung nicht für einen langen Zeitraum, sondern nur zur kurzen Überbrückung gewährleistet.

So wird der Überziehung Zins berechnet

Bei der Berechnung der Überziehungszinsen zählt bereits der erste Tag der Überziehung. Wird dem Kontoinhaber ein Limit eingeräumt, dann fallen bis zu dieser Höhe keine Zinsen an.

Die Zinsen lassen sich anhand der folgenden Formel berechnen:

Überziehungszinsen = Tage x Kontosaldo x Zinssatz : (Tage im Jahr x 100)

Beispiel: Ein Kontoinhaber überzieht sein Konto für die Dauer eines Monats (30 Tage). Die Höhe der Überziehung beträgt 1000 €. Nun geht man davon aus, dass der Überziehungszins bei 15 % liegt. Die Zinsen lassen sich nun wie folgt berechnen:

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1000 € x 15 x 30 : (360 x 100) = 8,33 €

Überziehungszinsen – Zusammenfassung

  • Der Überziehungszins ist dann fällig, wenn ein Girokonto überzogen wird.
  • Die Überziehung erfolgt dann, wenn der Kontoinhaber über mehr Geld verfügt, als er auf seinem Konto hat.
  • Einen Dispositionskredit wiederum wird dem Kontoinhaber eine Überziehung bis zu einem bestimmten Limit gewährleistet. Hierbei fallen keine Zinsen an.

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