Umlaufintensität in BWL leicht erklärt + Beispiel / Formel

Eine Umlaufintensität oder auch eine Umlaufquote und die Vermögensstrukturkennzahlen zeigen ein Verhältnis vom Umlaufvermögen zu einem Gesamtvermögen.
Eine Höhe von der Umlaufintensität lässt nun Schlüsse über eine Kapitalbindung und deren Kostenflexibilität zu.
Die Intensität vom Umlaufvermögen und die Umlaufvermögensintensität sind ander Bezeichnungen.

Die Formel

Die Umlaufintensität ist = Umlaufvermögen / Gesamtvermögen.
Dieser Wert vom Umlaufvermögen entspricht nun einem Buchwert, welcher unter dem Umlaufvermögen in einer Bilanz auftaucht. Dies wird zum Beispiel als Vorräte, Wertpapiere, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, sowie Bankguthaben und Kassenbestand in der Bilanz aufgeführt.
Dieses Gesamtvermögen entspricht nun einer Bilanzsumme.

Die Berechnung

Eine Umlaufintensität beträgt nun (60 + 40 + 60)/ also 1.000 das sind = 16 Prozent, dies ist ein äußerst geringer Wert.

Die Interpretation

Eine Höhe von Umlaufintensitäten ist von ihrer Branche abhängig: eine Handelsfirma wird aufgrund von ihren Vorratsbeständen eine viel höhere Umlaufintensität aufweisen als beispielsweise ein Maschinenbauunternehmen.

Die hohe Umlaufintensität

Die hohe Umlaufintensität ist ein hoher Anteil vom Umlaufvermögen also von Gesamtvermögen, dies bedeutet:
- die kurzfristige Kapitalbindung: also die Kundenforderungen, also die Vorräte werden schnell in liquide Mittel umgewandelt
- die geringen Fixkosten, in einer Form von Abschreibungen
- die geringe Kostenremanenz: nimmt beim Umsatz ab, können nun die Bestände und die Kosten aufgrund ihrer variablen Eigenschaften entsprechend und kurzfristig angepasst werden
- ein geringer Kapitalbedarf für eine Ersatzinvestition

In den häufigsten Fällen ist eine sehr hohe Umlaufintensität aufgrund ihrer genannten Aspekte als positiv zu beurteilen, sie kann aber auch auf hohe oder überhöhte Lagerbestände, von ausstehenden Forderungen bei den Kunden hindeuten.
Deswegen ist so eine Kennzahl in ihrem Zeitverlauf zu vergleichen mit dem Kontext.
Dadurch erhöht sich dann der Umsatz, wird aber auch sein Umlaufvermögen erhöhen, da dies auch höhere Vorratsbestände benötigt und dabei höhere Kundenforderungen vorliegen. Die beiden Bilanzposten gehören somit zu einem Umlaufvermögen.

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Die niedrige Umlaufintensität

Die außergewöhnliche niedrige Umlaufintensität bedeutet nun im Umkehrschluss eine hohe Anlagenintensität mit ihren Folgen.
Allerdings aber kann eine gesunkene Umlaufintensität auch nun positive Ursachen haben wenn:
- die Lagerbestandsoptimierung oder ihre Umstellung auf eine just-in-time-Produktion die zu sinkenden Vorratsbeständen führte
- ein Forderungsbestand durch ihre kürzeren Zahlungsfristen oder durch ein Mahnwesen reduziert wurde.

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