Umsatzrentabilität in BWL leicht erklärt + Beispiel

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Die Umsatzrentabilität erhält man, wenn man den Gewinn nach Abzug von Steuern durch den gesamten Umsatz desselben Jahres teilt. Dabei entsteht ein Prozentsatz der zeigt, wie Effizient das Unternehmen arbeitet.

Das besagt die Umsatzrendite

Wenn man davon ausgeht, dass ein Unternehmen eine Umsatzrendite von 3 % besitzt, dann bedeutet dies, dass diese 3 % am Ende als Gewinn bei einem Unternehmen eingenommen wurden. Sind beispielsweise Waren im Wert von 1.000 Euro verkauft worden, dann ergibt sich aus der Umsatzrendite einen Gewinn von 30 Euro. Die Höhe der Umsatzrendite kann dabei je Unternehmen und Branche stark variieren und ist von verschiedenen Faktoren abhängig.

Umsatzrentabilitätsformel

Gewinn : Umsatz = Umsatzrentabilität

Als Gewinn kann dabei der EBIT, EBT oder auch der Jahresüberschuss verwendet werden. Der Umsatz in der Formel sind die Erlöse aus der Gewinn- und Verlustrechnung

Beispiel zur Berechnung der Umsatzrentabilität

Nun kann man die Umsatzrendite anhand der folgenden Gewinn- und Verlustrechnung (Gesamtkostenverfahren) berechnen:

  1. Umsatzerlöse—- 1.000.000
  2. Herstellungskosten—- 600.000
  3. Bruttoergebnis vom Umsatz—- 400.000
  4. Vertriebskosten—- 100.000
  5. Verwaltungskosten (allgemein)—- 60.000
  6. Weitere Erträge—- 20.000
  7. Weitere Aufwendungen—- 60.000
  8. Betriebsergebnis (EBIT)—- 200.000
  9. Beteiligungserträge—- 1.000
  10. Wertpapiere/Ausleihungen—- 1.500
  11. weitere Zinsen/Erträge—- 1.000
  12. Abschreibungen: Finanzanlagen/Wertpapiere—- 500
  13. Zinsen/weitere Aufwendungen—- 8.000
  14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit—- 195.000
  15. Außerordentliche Erträge—- 2.000
  16. Außerordentliche Aufwendungen—- 1.000
  17. Außerordentliches Ergebnis—- 1.000
  18. Steuern vom Einkommen und Ertrag—- 4.000
  19. Sonstige Steuern—- 0
  20. Jahresüberschuss—- 192.000

Das Unternehmen hat hiernach einen Umsatz in Höhe von 1. Mio. Euro erzielt. Der Jahresüberschuss beträgt 192.000 Euro.

Daraus ergibt sich: 192.000 Euro : 1. Mio. Euro = 19 % Umsatzrentabilität

Das Problematische der Umsatzrentabilität ist, dass bei der Verwendung des Jahresüberschusses nach Abzug von Steuern, die Rentabilität auch von dem außerordentliche Ergebnis geprägt wird.

Die Höhe der Umsatzrentabilität

Die Umsatzrentabilitätshöhe variiert stark nach der Branche, in der das Unternehmen tätig ist. Besonders in der Softwarebranche zeigen sich oft hohe Renditen.

Umsatzrentabilität vs. Kapitalrentabilität
Wenn die Umsatzrentabilität niedrig ausfällt, muss dies nicht zwangsläufig bedeuten, dass auch die Kapitalrentabilität niedrig ausfällt. Ein hoher Kapitalumschlag nämlich, kann dennoch dazu führen, dass trotz niedriger Umsatzrentabilität eine hohe Rendite erzielt wird.

Beispiel: In der Lebensmittelbranche finden sich meist niedrige Umsatzrentabilitäten. Dennoch können Sie einen hohen Kapitalumschlag erreichen, da sich die Produkte schnell verkaufen. Die führt somit dazu, dass die Renditen trotz geringer Umsatzrentabilität hoch sind.

 

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