Umsatzsteuer abzuführen ist gesetzliche Pflicht

Prinzipiell gilt, dass jeder umsatzsteuerpflichtige Unternehmer in Deutschland auf seinen Rechnungen die Umsatzsteuer ausweisen und anschließend an das Finanzamt abführen muss. Das gilt sowohl für Freiberufler, als auch für den klassischen Unternehmer. Ausgenommen sind lediglich jene Selbstständige bzw. Kleinunternehmer, deren Jahresumsatz unter 17.500 € liegt. Es ist wichtig auch den Schritt von Brutto zu Netto zu kennen und die Hintergründe zu verstehen. Oftmals ist diese Methode auch maßgeblich zur Ermittlung von Produktionskosten.
Für viele Gründer ist dieses Thema allerdings anfangs sehr komplex und schwer zu erfassen. Dabei ist die Umsatzsteuerberechnung nicht schwer und wird gleichermaßen für Produkte als auch für Dienstleistungen angewandt.

Im folgenden werden alle Einzelheiten erläutert, die wichtig sind, um die richtigen Angaben für die Umsatzsteuervoranmeldung durchzuführen.

Die Umsatzsteuerberechnung ist notwendig, denn..

..Unternehmer sollten abschätzen können, wie hoch die zu erwartende Steuerlast ist. Daher ist die Berechnung auch zwingend notwendig, um Probleme mit dem Finanzamt zu vermeiden. Denn so kann pro Quartal bzw. pro Geschäftsjahr ein genauer Betrag ermittelt werden.

Doch vor der Berechnung braucht kein Unternehmer zurückzuschrecken. Sie gestaltet sich relativ einfach. In der Regel wird ein Steuerberater hinzugezogen, der dies übernimmt. Alternativ dazu kann der Selbstständige bzw. der Unternehmer selbst die Berechnung der Umsatzsteuer durchführen. Dazu sind lediglich die Brutto- und Nettokosten der Abrechnungsperiode nötig.

Umsatzsteuer berechnen- Vorgehensweise:

Der Nettopreis der Dienstleistung/Ware wird erfasst. Dabei spielen Faktoren wie Material- und Lohnkosten, Produktionskosten oder Arbeitszeit eine Rolle.
Dieser Nettopreis ist ausschlaggebend für den Gewinn des Unternehmens.

Zuerst muss die Steuerklasse des Unternehmens bekannt sein, um eine korrekte Festsetzung der abzuführenden Steuern zu ermitteln. Normalerweise wird ein Steuersatz von 19 % für Waren und Dienstleistungen angesetzt. Das betrifft auch die meisten Handelsgüter, ausgenommen sind einige Waren und Dienstleistungen, für die lediglich 7 % erhoben werden.

Dennoch sollte nicht voreilig eingestuft werden. Wer sich nicht sicher ist, dem bleibt im Zweifelsfall das Risiko, dass das Finanzamt bei falschen Angaben doch mehr verlangt. Daher lohnt es sich, vorab genau nachzufragen, am besten beim Steuerberater.

Die Berechnung erfolgt in wenigen Schritten:

Der Nettopreis wird mit 1,19 faktorisiert (multipliziert) bzw. 1,07 (je nach dem, wie hoch der Steuersatz ist) und somit der Preis inkl. Umsatzsteuer ermittelt.

Beispiel 1:

Ein Schreibtisch kostet 300 € netto, wird aber brutto für 357,00 € verkauft. Um nun die Umsatzsteuer zu ermitteln, wird 357 dividiert durch 1,19. Das ergibt den Nettopreis in Höhe von 300 Euro. Nun muss man den Nettopreis vom Bruttopreis abziehen und man erhält 57 Euro.

Beispiel 2:

Ein Unternehmer verkauft eine DVD mit einer Architektursoftware für einen Nettopreis in Höhe von 130 Euro. Wenn man nun den Bruttopreis inklusive Umsatzsteuer berechnen will, dann multipliziert man den Nettopreis mit 1,19. Das ergibt 154,7 Euro Brutto.

24,7 Euro macht damit die Umsatzsteuer aus.

Online Prozentrechner für die Umsatzsteuer

Im Internet gibt es aber auch schon viele vorprogrammierte Prozentrechner, um die Umsatzsteuer einfach zu berechnen. Dazu gibt man einfach den Prozentsatz ein und die Summe, von der die Prozente ausgerechnet werden soll.

Hier zum online Prozentrechner

 

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