Unternehmer und Unternehmen nach § 2 UStG leicht erklärt + Beispiel

In § 2 UStG werden die Begrifflichkeiten Unternehmen und Unternehmer für den Bereich Umsatzsteuer geregelt.

Als Unternehmer gilt laut § 2 Abs. 1 Satz 1 UStG, eine Person, die eine selbständige Tätigkeit ausübt (berufliche oder gewerbliche Tätigkeit). Dazu zählen alle nachhaltigen Tätigkeiten, mittels derer Einnahmen erzielt werden. Es müssen Tätigkeiten sein, die nicht nur einmal durchgeführt werden, wie beispielsweise der einmalige Verkauf eines gebrauchten PKW (§ 2 Abs. 1 Satz 3 UStG).

Ein umsatzsteuerlicher Unternehmer ist ein Kleingewerbetreibender, ein Freiberufler, ein eingetragener Kaufmann oder KGs, OHGs, AGs und GmbHs. Dann gilt aber noch nicht, dass alle davon umsatzsteuerpflichtig sind. Freiberufler können steuerbefreit werden (beispielsweise Ärzte) oder es kann die Kleinunternehmerregelung gelten.

Der Begriff Unternehmen beinhaltet dann, die ganze berufliche oder gewerbliche Tätigkeit eines Unternehmers (§ 2 Abs. 1 Satz 2 UStG).

Beispiel Unternehmen

Die Unternehmerin Monika Meier hat zwei Kleingewerbe. Dazu zählen ihr Getränkemarkt und ihr Online-Dekorationsversand. Dabei ist das umsatzsteuerliche Unternehmen sowohl ihr Getränkemarkt als auch der Online-Dekorationsversand. Für beide Gewerbe müssen Umsatzsteuererklärungen, Umsatzsteuervoranmeldungen etc., vorgenommen werden.

Laut § 13a Abs.1 Nr. 1 UStG, ist in Unternehmer oftmals auch Steuerschuldner der Umsatzsteuer. Ausnahmen werden hierfür in § 13a Abs. 1 Nr.2-6 und in Abs. 2 UStG geregelt.

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