Variabler Zinssatz in VWL leicht erklärt + Beispiel

Definition

Der variable Zinssatz beschreibt bei der Vergabe eines Kredits den Umstand, dass es keine Festverzinsung gibt, die festgelegt wird, sondern die Höhe der Zinsen kann während der gesamten Laufzeit variiert werden. Dabei richtet sich die Anpassung nach der Schwankung des Marktzinsniveaus. Wird der Zins angepasst, dann muss der Kreditnehmer darüber informiert werden.

Wie wird der variable Zinssatz gehandhabt?

Wird ein Kredit aufgenommen, dann ist nicht nur eine vollständige Rückzahlung erforderlich, sondern es werden auch Zinsen dafür nötig. In diesem Falle können die Zinsen auf zwei Arten festgelegt werden.

Fixer Zinssatz: Dieser ist während der kompletten Kreditlaufzeit gleichbleibend und wird bei Vertragsabschluss festgelegt.

Bei einem variablen Zinssatz wird der Satz alle drei Monate an die aktuellen Bewegungen am Markt angepasst. Somit können zwei Szenarien entstehen. Steigt das Marktniveau, dann freut sich der Kreditgeber. Fällt das Niveau, dann trägt der Kreditnehmen einen Vorteil davon.

Dabei entscheidet nicht der Kreditgeber selbst, wie sich der Zinssatz verändert, sondern die Steigerung oder der Abfall ist an einen Referenzzinssatz gebunden. Dieser unterteilt sich Libor und Euribor, wobei der Euribor den Zinssatz steigen lässt und der Libor den Zinssatz sinken lässt.

Wonach wird die Höhe des variablen Zinssatzes bemessen?

Auch wenn der Referenzzinssatz eine entscheidende Rolle spielt, ist es immer noch entscheidend auf welcher Basis und unter welchen Bedingungen der Zinssatz ausgehandelt wurde.

Marktzins: Er ist Grundlage für die Zinsvereinbarung

Bonität: Für jeden Kredit oder jede Anleihe kann ein Risikoaufschlag verlangt werden. Dieser berechnet sich aus der Bonität. Bei einer guten Bonität ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass der Kredit komplett zurückgezahlt wird und somit kann der Aufschlag entsprechend gering angesetzt werden.

Art des Zinses: Wenn ein fixer Zins vereinbart wird, fällt der zu zahlende Aufschlag höher aus, als wenn ein variabler Zins vereinbart wurde. Hierbei wird die Messzahl 0 mit dem Punkt des Abschlusses des Kredits bezeichnet.

Damit beide Vertragspartner kein zu großes Risiko eingehen, werden Caps und Floors festgelegt. Sie beschreiben bis zu welcher Höhe der Zins maximal sinken oder steigen darf. Dabei beschreibt der Floor den unteren Wert und der Cap den oberen Wert.

Überblick

Der variable Zins passt sich im Rahmen der Kreditlaufzeit immer wieder an die Schwankungen am Markt an. Grundlegend für die Veränderung ist der Referenzzins. Die Steigerung oder der Abfall des Zinses ist durch einen Floor und einen Cap begrenzt, der vertraglich festgelegt wurde.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here