Verlustrücktrag in VWL leicht erklärt + Beispiel

Definition

Werden Verluste des aktuellen Geschäftsjahres mit Gewinnen auf dem vorhergehenden Geschäftsjahr verrechnet, handelt es sich um einen Verlustrücktrag. In §10d Abs. des Einkommenssteuergesetztes ist dies definiert. Dies kann auch bei der Körperschaftsteuer erfolgen, hingegen bei der Gewerbesteuer nicht. Hier ist nur ein Verlustvortrag möglich.

Was ist der Verlustrücktrag?

Im Sinne des bestehenden Gesetzes können Verlust aus dem laufenden Geschäftsjahr bis zu einer Million Euro pro Person mit den Gewinnen des Vorjahres verrechnet werden. Wird dieser Rücktrag nicht vollzogen, dann ist im Folgejahr Einkommen bis eine Million Euro unbeschränkt. Übersteigen die Einkünfte diesen Betrag muss dieser bis zu 60% abgezogen werden von anfallenden Sonderausgaben oder außergewöhnlichen Belastungen.

Wie wird der Antrag auf einen Verlustrücktrag gestellt?

Der Antrag muss durch den Steuerpflichtigen beim zuständigen Finanzamt erfolgen. Dabei muss die genaue Höhe des Betrages genannt werden. Möchte er diesen Rücktrag nicht vornehmen, dann muss er darauf verzichten oder eine die freiwillige Beschränkung akzeptieren. Diese ist aber nur dann sinnvoll, wenn der Rücktrag den Grundfreibetrag des Vorjahres nach unten korrigieren würde. Dieser Antrag muss in einer bestimmten Frist gestellt werden, die unter §10d Abs.4 Satz 4 Einkommensteuergesetz geregelt ist. Entsteht dazu ein Verlustvortrag muss für diesen eine gesonderte Feststellung erfolgen. Frühere Geschäftsjahre können nicht mehr berücksichtigt werden.

Überblick

Der Verlustrücktrag beschreibt die Verrechnung der aktuellen Verluste mit den Gewinnen des Vorjahres. Besonders im Rahmen der Einkommenssteuer kommt diesen Begriff eine große Bedeutung zu. Hierzu muss fristgerecht ein Antrag gestellt werden und ist nur für das Vorjahr möglich, nicht für weiterzurückreichende Geschäftsjahre.

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