Versicherungspool in VWL leicht erklärt + Beispiel

Definition

Der Versicherungspool stellt die Gemeinschaft aller Versicherer dar, die sich im Falle eines sehr umfangreichen Schadens das Risiko teilen, dass nicht ein Unternehmen in die Insolvenz gehen muss. Durch den gegenseitigen Rückhalt, den sich die Versicherungen bieten, können auch die Versicherten einen Schadensersatz erhalten, auch wenn die Versicherung selbst ihn nicht tragen könnte. In diesem Falle steht der Pool für diese Leistung ein.

Wie werden Schäden abgesichert?

Normalerweise ist es für die Versicherung ausreichend, wenn sie mit einer anderen Versicherung eine Rückversicherung bilden, dass in größeren Schadensfällen eine Deckung ausreichend ist. Treten aber stärker Fälle ein, die durch Katastrophen oder Terror bedingt sind, dann können auch diese Versicherungen den Schaden allein nicht decken. In diesem Falle muss eine Risikogemeinschaft bestehen. Hierzu schließen sich alle Versicherungen zusammen und bilden eine gemeinsame Firma. Jede Versicherung erhält Anteile und ist auch entsprechend an Gewinnen beteiligt. Somit ist nicht nur die versicherte Person abgesichert, sondern auch die Versicherung durch den gemeinschaftlichen Pool.

Beispiel für eine Risikogemeinschaft

Bei normalen Naturkatastrophen ist die Rückversicherung ausreichend, aber bei Ereignissen, wie dem 11. September, musste eine Risikogemeinschaft zum Einsatz kommen. Im Rahmen dieses Terroranschlags wurde in Deutschland die Extremus Versicherungs-Aktiengesellschaft ins Leben gerufen. Diese ist ausschließlich für die Schäden zuständig, die im Zusammenhang mit einem Terroranschlag vorkommen können. Unter anderem sind an diesem Projekt die Allianz und die Munich RE beteiligt. Sie können jährlich einen Schaden von bis zu zwei Milliarden Euro decken. Reicht diese Summe nicht aus, stellt der Staat jährlich 8 Milliarden zur Verfügung.

Überblick

Der Versicherungspool dient zusätzlich zu einzelnen Rückversicherungen, dass Schadensfälle auch dann gedeckt werden können, wenn die Versicherung allein dazu nicht im Stand wäre und dadurch insolvent gehen würde. Somit sind auch die Versicherten im Schadensfall geschützt. Bei solchen Großereignissen handelt es sich um Terroranschläge und Atomunfälle.

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