Vertrag von Maastricht in VWL leicht erklärt + Beispiel

Definition

1992 wurde der Vertrag von Maastricht beschlossen. In diesem europäischen Vertrag entschieden sich alle Mitglieder der europäischen Union, dass die Politik sich vermehrt auf die Integration konzentrieren soll und legte damit den Grundstein für die heutige europäische Union. In diesem Zusammenhang sollte Wirtschaft und Währung angeglichen werden. Dies waren die Grundlagen für die Einführung des Euro. Die Verhandlungen dazu fanden in Maastricht statt, weswegen der Vertrag auch diesen Namen trägt. Ab 1993 trat dieser Vertrag in Kraft.

Durch einige Unstimmigkeiten in Deutschland und Dänemark verzögerte sich die Umsetzung des Vertrags, wobei aber ein Referendum in Dänemark und eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes in Deutschland zur Schlichtung beitrugen.

Inhalte

Die Grundlagen der europäischen Gemeinschaft wurden durch diesen Vertrag nicht verändert, aber sie konnten sinnvoll ergänzt werden. Hierdurch entstanden die drei Säulen der europäischen Union:

Europäische Gemeinschaft: Zoll, der Binnenmarkt, die Agrarpolitik, die gemeinsame Wirtschaft und Währung, gemeinsamer Handel und der Verbraucherschutz sind hierin verankert.

Gemeinsame Sicherheits- und Außenpolitik: Zum gemeinsamen Kampf gegen Terrorismus und die Klärung gemeinsamer außenpolitischer Anliegen.

Gemeinsame Justiz: Hierbei soll eine starke Zusammenarbeit in der Asylproblematik und der ein gemeinsames Vorgehen organisiertes Verbrechen entstehen.

Welche Folgen hatte dieser Vertrag

Mit der Einführung des Euro 2002 wurde die größte Veränderung geschaffen. Bereits einige Jahre vorher stellte er schon eine Buchwährung dar. Allerdings gibt es auch Ausnahmeregelungen in diesem Zusammenhang.

Wenn ein Staat der europäischen Union in den Euro eintreten will, dann müssen dafür zwei Voraussetzungen geschaffen sein. Die Staatsverschuldung darf das Bruttoinlandsprodukt um nicht mehr als 60% übersteigen. Zusätzliche darf kein Haushaltsdefizit von mehr als 3% jährlich entstehen. Ebenso hat das europäische Parlament einen Teil der Entscheidung zu tragen, was vor diesem Vertrag nur der Ministerrat tun durfte.

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Auch auf die heutige Situation bezogen bestehen immer noch Probleme in der Asylpolitik, aber auch in der Außenpolitik. Viele Länder wollen dennoch eigene Entscheidungen treffen, auf dessen Grundlage, dann ein Kompromiss gefunden werden muss mit der europäischen Union, der das veranschlagte Ziel aber meist nur minimal erfüllt.

Überblick

Der Vertrag von Maastricht (1992) definiert die drei Säulen der europäischen Union. In diesem Zusammenhang konnte bereits die Währungsunion durchgeführt werden, aber es bestehen immer noch länderinterne Differenzen in anderen Bereichen.

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