Vertragserfüllungsbürgschaft in VWL leicht erklärt + Beispiel

Definition

Wird ein Bauauftrag geschlossen, dann kommt diese Bürgschaft durch eine Bank oder Versicherung zum Einsatz. In diesem Falle können beide Seiten bei Nichterfüllung des geschlossenen Vertrages abgesichert werden. Somit muss der Bürge für die Begleichung des entstandenen Schadens in die Verantwortung treten.

Grund

Verträge, die im Bauwesen abgeschlossen werden, können in ihrer Umsetzung einen sehr langen Zeitraum in Anspruch nehmen. In dieser Zeit ist es möglich, dass sich die finanziellen Verhältnisse der Vertragspartner bedeutend verändern. Dies kann von einem Engpass bis zur Insolvenz reichen.

Somit kann die Situation entstehen, dass der Auftraggeber nicht mehr zahlt oder der Auftragnehmer kann die erhaltene Zahlung im Rahmen einer Insolvenz nicht mehr für die Arbeit liquidieren.

In diesem Falle können Konsequenzen sehr weitreichend sein und hohe Rechnungen bauen sich auf. In diesem Falle muss der Bürge eingreifen.

Es besteht ein zusätzlicher Schutz

Ebenso können drei weitere Fallszenarien entstehen, die eine Handlung des Bürgen bedingen. Stellt der Auftraggeber vor der Bauabnahme Mängel fest, dann kann er diese geltend machen. Sobald ein Objekt abgenommen wurde, sind beide Bürgschaften nicht mehr aktiv. Sollte der Auftragnehmer seine Arbeiten nicht fristgerecht beenden, dann kann dieser Fehler nachgewiesen werden und es wird Schadenersatz fällig.

Sind einzelne Teile es Auftrages nicht erfüllt wurden, dann können diese auch unter Schadensersatz gestellt werden. Hier muss der Bürge aber nur einschreiten, wenn ein Zeitraum zur Nacherfüllung der Aufgaben ohne Reaktion verstrichen ist. Der Zeitraum muss dabei realistisch angesetzt werden.

Was bedeuten eine Kautionsversicherung und ein Avalkredit in diesem Fall?

Stellt eine Bank die Bürgschaft, dann tun sie dies als Avalkredit. Ein Versicherer bedient sich der Kautionsversicherung. Dabei werden die Kosten nach den möglichen Risiken berechnet und fokussieren zur Berechnung die Bauzeit, deren Kosten, Bonität des Vertragspartners und die Komplexität des Auftrags.

Zusätzlich kommt es auf die finanzielle Attraktivität des Versicherers an, wie hoch die Provisionen ausfallen.

Überblick

Die Vertragserfüllungsbürgschaft bedeutet eine Bürgschaft von beiden Vertragspartnern beim Abschluss eines Bauvertrages. Dabei treten Banken oder Versicherungen als Bürgen ein, die finanzielle Risiken bei Nichterfüllung des Vertrags decken.

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