Vollkonsolidierung in BWL leicht erklärt + Beispiel

Bei einem Konzernabschluss werden die Tochterunternehmen des Konsolidierungskreises, bei denen ein beherrschender Einfluss der Muttergesellschaft anzunehmen ist (z. B. durch Mehrheit der Stimmrechte) per Vollkonsolidierung einbezogen.

Die Vollkonsolidierung unterscheidet sich von der Quotenkonsolidierung und anderen Verfahren dadurch, dass Vermögen, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Bilanzierungshilfen und Sonderposten sowie alle Aufwendungen und Erträge des Tochterunternehmens vollständig in den Konzernabschluss übertragen werden.

Dabei ist die tatsächliche Beteiligung der Konzernmutter an dem Tochterunternehmen unerheblich. Das heißt, wenn die Muttergesellschaft 70 % der Anteile an dem Tochterunternehmen hält, werden trotzdem 100 % der Werte in den Konzernabschluss übertragen.

Eine Vollkonsolidierung stellt im Konzernabschluss alle beteiligten Unternehmen als ein Gesamtunternehmen dar.

Eine Vollkonsolidierung erfordert neben der Kapital-, Schulden, Aufwands- und Ertragskonsolidierung auch eine Zwischenergebniseleminierung. (Die Zwischenergebniseliminierung stellt die Bereinigung des Konzernabschlusses um die Gewinne und Verluste aus dem Geschäftsverkehr zwischen den Unternehmen des Konsolidierungskreises dar.)

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