Vom Fernstudium an die Präsenzuni wechseln – das solltest du wissen!

Der Nummerus Clausus und eine steigende Anzahl der Studenten machen es Abiturienten heutzutage schwer, einen Studienplatz ihres Wunschlehrgangs zu erhalten. Alternativ weichen viele, für die der Notendurchschnitt nicht gereicht hat, auf ein Studium an einer Fernuniversität aus. Da das Lernen daheim am eigenen Computer geschieht, haben diese Hochschulen nahezu unbegrenzte Kapazitäten bei der Aufnahme von Schüler. Mit den erworbenen Qualifikationen erhoffen sich die Absolventen, anschließend bessere Chancen zu haben, an einer Präsenzuni aufgenommen zu werden. Doch nicht immer gelingt der Übergang reibungslos.

Fehlende Qualifikationen trotz anerkanntem Zeugnis

Obgleich der erfolgreiche Abschluss an einer Fernuniversität staatlich anerkannt wird, reicht das Zeugnis für einen weiterführenden Lehrgang an einer Präsenzuni oft nicht aus. Bisweilen stellt sogar der Wechsel von der Fernakademie zur selbigen Präsenzuni ein Problem dar. Erst recht schwierig wird es bei dem Wechsel an eine Hochschule in einem anderen Bundesland. Hochschüler, die sogleich an einer gewöhnlichen Einrichtung starten, müssen neben den Lesungen auch Praktika absolvieren. Diese Erfahrungen werden in einem Fernstudium nicht verlangt, sondern höchstens durch Seminare ersetzt, die in der Regel freiwillig angeboten werden. Auch wenn eine Aufnahme an einer Präsenzuni ohne die fehlende Praxis möglich ist, muss diese für gewöhnlich nachgeholtwerden, was dem Studenten wertvolle Zeit kostet.
Nicht selten fokussieren sich die Übungshefte und Inhalte eines Fernstudiums auf ganz andere Themengebiete. So kann es in speziellen Lehrgängen, wie zum Beispiel Psychologie sogar dazu kommen, dass manche Fachbereiche nur kurz angerissen oder gar nicht behandelt werden.

Keine bundesweite Absprache

Dieser Artikel soll in keinem Fall die Leistungen herabstufen, die ein Student bei einem Fernstudium vollbringt. Wie gesagt, ein Abschluss an einer Fernakademie wird staatlich ebenfalls anerkannt. Schuld an den Komplikationen des Universitätswechsels zur Weiterbildung sind vielmehr die Differenzen der Lerninhalte innerhalb der unterschiedlichen Studiengänge. Während man seit 2017 das Zentralabitur eingeführt hat, bei dem die Schüler aller Bundesländer ihre Reifeprüfung unter den gleichen Bedingungen ablegen, sind die Vorgaben für die Lehrgangsthemen immer noch den Ländern vorbehalten. Ferner noch hat jede Universität die Möglichkeit, ihre Schwerpunkte in Eigenregie zu bestimmen. Somit entstehen Abweichungen von Hochschule zu Hochschule, die besonders beim Wechsel vom Fernstudium auf eine Präsenzuniversität deutlich werden.

Vorab informieren beugt bösen Überraschungen vor

Damit das Fernstudium nicht umsonst war, sollte man sich schon vorher über den späteren Werdegang bewusst werden. Möchte man seine Qualifikationen an einer Präsenzuni ausbauen, sollte man schon zu Beginn des Fernstudiums Beratungsgespräche mit den Verantwortlichen führen, ob eine Aufnahme mit dem erworbenen Wissen in Frage kommt. Hilfreich ist es hierbei, wenn man den Lehrplan der Fernakademie sowie sämtliches Unterrichtsmaterial vorlegt, um die Schwerpunkte zu veranschaulichen. Überdies helfen Erfahrungsberichteanderer Studenten aus dem Internet zu erkennen, welche Hochschule die Leistungen eines Fernstudiums anerkennt.

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