Währungsumrechnung in ReWe leicht erklärt + Beispiel, Formel & Definition

Definition der Währungsumrechnung

Laut § 244 HGB ist der Jahresabschluss in € aufzustellen, jedoch laufen oftmals andere Bilanzposten auf Fremdwährungen, wie dem US-Dollar oder der Britischen Pfund. Wie die exakte Währungsumrechnung erfolgen muss, ist im § 256a HGB geregelt. Demnach sind auf fremde Währungen lautende Vermögensgegenstände und Schulden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umzurechnen. Kurzfristige Bilanzposten bei maximal einjähriger Restlaufzeit sind mit Hilfe des Anschaffungskostenprinzips und des Realisationsprinzips nicht anzuwenden. Grund dafür sind unrealistische Kursgewinne, die durch Währungsumrechnungen auftreten können. Beide Prinzipien sind daher bei langfristigen Forderungen mit einer Restlaufzeit von mindestens einem Jahr zu berücksichtigen, da in diesem Fall lediglich Kursverluste, jedoch keine Gewinne verbucht werden können.

Weiterhin sind Kapitalgesellschaften nach § 284 Abs. 2 Nr. 2 HGB aufgefordert, Fremdwährungsumrechnungen im Anhang zu deklarieren, falls diese auftreten.

Besonderheit: GuV-Ausweis

Nach § 277 Abs. 5 Satz 2 HGB sind Erträge aus der Währungsumrechnung für Kapitalgesellschaften gesondert unter „sonstige betriebliche Erträge“ zu bilanzieren. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung hingegen sind unter dem Bilanzposten „sonstige betriebliche Aufwendungen“ zu verbuchen.

 

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