Wann brauchen Studenten eine eigene private Haftpflichtversicherung?

Je nachdem, wem man diese Frage stellt, fallen die Antworten hinsichtlich einer Haftpflichtversicherung für Studenten möglicherweise unterschiedlich aus. Fragt man einen Versicherungsvertreter, der gerade massiven Vertriebsdruck erlebt, könnte es sein, dass seine Antwort lautet: „Jeder, wenn er volljährig ist.“ Das Geschäft mit Lebensversicherungen läuft gerade schlecht, es muss also verkauft werden. Fragt man einen Makler oder unabhängigen Fachmann, fällt die Antwort differenzierter aus.

Bedarf richtet sich nach der Lebenssituation

Die meisten Versicherer bieten den Versicherungsschutz für Studenten unter bestimmten Bedingungen über die Police der Eltern mit an. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn der Student beispielsweise noch zu Hause wohnt. Versicherungsschutz besteht in der Regel während der Erstausbildung. Einige Versicherer akzeptieren aber auch zwei Ausbildungen, sofern sich die Zweite nahtlos an die Erste anschließt. Ein weiterer Punkt hinsichtlich der Absicherung durch die Police der Eltern ist das Alter. In den meisten Fällen endet der Versicherungsschutz mit Wegfall des Anspruchs auf Kindergeld, spätestens mit dem Erreichen des 25. Lebensjahres. Im Umkehrschluss gilt also, dass ein Student einen sehr genauen Blick in den Haftpflichtversicherungsschein der Eltern werfen muss, um zu sehen, ob er noch Versicherungsschutz genießt oder eine eigene private Haftpflichtversicherung für Studenten benötigt. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn der Student neben dem Studium einer geregelten Tätigkeit nachgeht, die nicht als Mini- oder Midijob eingestuft ist. Unabhängig vom Alter oder Wohnsitz gilt er dann als wirtschaftlich selbstständig und benötigt eine eigene Police.

Was muss eine gute Police bieten?

Ist der Sachverhalt eingetreten, dass ein Student eine eigene private Haftpflichtversicherung benötigt, stellt sich natürlich die Frage, welcher Anbieter der Beste ist. Für wen individuell der Testsieger von Haftpflichtversicherungen für Studenten ist, richtet sich auch nach den persönlichen Bedürfnissen. Studenten, die bereits kleine Kinder haben, sollten auf jeden Fall darauf achten, dass der Vertrag auch Versicherungsschutz für Schäden durch deliktunfähige Personen abdeckt. Wer im Studium im öffentlichen Dienst jobbt, benötigt auch eine Diensthaftpflichtversicherung. Dient die Tätigkeit als Tagesmutter dazu, das Studium zu finanzieren, ist der Einschluss dieser Tätigkeit ein absolutes Muss. Über die private Haftpflichtversicherung hinaus gilt für Studenten, die einen Hund halten, dass eine Tierhalterhaftpflicht zwar kein Muss ist, aber im Rahmen des gesunden Menschenverstandes eingeschlossen sein sollte. Moderne Policen bieten darüber hinaus auch Schutz bei sogenannten Gefälligkeitsschäden. Diese sind bei alten Verträgen noch ausgeschlossen.

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Grundsätzlich gilt, dass eine private Haftpflichtversicherung, im Gegensatz zur Autohaftpflicht, nicht vom Gesetzgeber vorgeschrieben ist, aber zur persönlichen Sicherheit abgeschlossen werden sollte. Selbst die Stiftung Warentest, bei Versicherungsprodukten eher zurückhaltend, stuft diese Verträge als absolut notwendig ein.

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