Wann ist die offizielle Mittagsruhe in allen Bundesländern?

Obwohl es keine bundesweit geregelte Mittagsruhe gibt, können Bundesländer oder Gemeinden Ruhezeiten verordnen. Hinzu kommen mögliche individuelle Regelungen.

Keine einheitliche Regelung

Das deutsche Bundesgesetz kennt keine einheitliche Regelung für die Einhaltung einer offiziellen Mittagsruhe. Diese wäre auch nur schwierig durchsetzbar, sind doch bestimmte lärmintensive Arbeiten wie der Straßenbau oder die Renovierung von Gebäuden nicht vermeidbar. Dennoch kann für den individuellen Wohnort eine Ruhezeit festgelegt werden. Dies geschieht auf kommunaler Ebene beispielsweise in Form einer Verordnung in der Gemeindesatzung. Klassische Beispiele sind Kurorte, in denen häufig eine verordnete Ruhepause zwischen 12:00 Uhr bzw. 13:00 Uhr und 15:00 Uhr herrscht.

Mittagspause für Mieter

In vielen Fällen wird eine Mittagsruhe in individuellen Mietverträgen festgehalten oder ist Teil der entsprechenden Hausordnung. Dies bedeutet, dass sich alle Nachbarn an diese Ruhezeit zu halten haben. Als laute Tätigkeiten werden unter anderem lautes Musikhören, Musizieren (Gitarre, Schlagzeug etc.) oder handwerkliche Tätigkeiten (bohren, hämmern etc.) verstanden. Ein Mieter hat jedoch keinen Anspruch auf Rücksichtnahme der Mittagsruhe, wenn ein Handwerker Arbeiten im Auftrag des Vermieters durchführt.

Mittagsruhe für ausgewählte Elektrogeräte

§ 7 der Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung sieht eine beschränkte Nutzung von lauten Geräten und Maschinen in Wohngebieten vor. Dabei gilt, dass diese zu den folgenden Zeiten nicht betrieben werden dürfen:

  • Sonn- und Feiertage
  • Werktage von 20:00 Uhr und 07:00 Uhr
  • Werktage von 07:00 Uhr bis 09:00 Uhr, 13:00 Uhr bis 15:00 Uhr und 17:00 Uhr bis 20:00 Uhr

Das Gesetz kennt jedoch einige Ausnahmen sowie die Möglichkeit einer Einschränkung auf Landesebene.

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