Wann schreibt man Herr oder Herrn – Aufklärung

Ein Anschreiben zu formulieren kann ja wohl nicht so schwer sein. Klingt so leicht, aber wenn man selbst vor einem Brief sitzt und sich fragt, ob es jetzt eigentlich „Herr Müller“ heißt oder man den Brief lieber an „Herrn Müller“ adressiert, kommt Unsicherheit auf. Und was ist jetzt eigentlich richtig?

Das ist richtig

Die Anschrift steht immer im Akkusativ. Das heißt, man kann sich umgekehrt einfach fragen: An WEN geht dieser Brief? Die einzig richtige Antwort: An Herrn Müller! Es muss also ein -n angehängt werden. Am einfachsten kann man das verinnerlichen, indem man sich beim Formulieren immer wieder bewusst man, dass man diesen Brief nun „an Herrn X“ schickt.

In der Praxis

In der Praxis allerdings machen viele Menschen den Fehler und lassen das -n am Ende einfach weg. Das ist aber nicht irgendwie richtig oder ebenfalls zulässig, sondern schlicht und einfach falsch. Wer Briefe aber ohnehin nur privat verschickt, muss sich keine Sorgen machen: Gelesen wird er ohnehin – ob mit oder ohne n am Ende von „Herr“.

Aber bei manchen Empfängern kommt dieser beliebte Fehler nicht ganz so gut an. Vor allem wenn man förmliche Briefe schreibt, sollte die Anrede natürlich richtig sein. Ansonsten kann es auch mal schnell peinlich werden. Dann nämlich, wenn der Empfänger genau weiß, wie es richtig heißt und mit „Herr Y“ angeschrieben wird. Er weiß, dass dort eigentlich „Herrn Y“ stehen müsste und kann dann direkt einen schlechten Eindruck haben.

Also lieber einmal etwas länger überlegen und recherchieren!

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Autor(in) des Artikels:

mm
Hat Wirtschaftswissenschaften an der Universität Kassel studiert. Einzelunternehmer seit Mai 2006 & Chefredakteur von Uni-24.de

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