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Warum hat Judas Jesus verraten? – Aufklärung

Warum hat Judas Jesus verraten

Jesus war bereits zu seiner Zeit sehr bekannt, da er viel Revolutionäres gegen den Lebensstil der Römer brachte. Menschen stimmten mit ihm überein, waren begeistert von seinen Weltansichten, hörten ihm gerne zu. Jesus predigte viel von Nächstenliebe und war höflich und zuvorkommend zu Jedermann, stets ohne irgendwen zu verurteilen.

Jesus war bereits zu seiner Zeit sehr bekannt, da er viel Revolutionäres gegen den Lebensstil der Römer brachte. Menschen stimmten mit ihm überein, waren begeistert von seinen Weltansichten, hörten ihm gerne zu. Jesus predigte viel von Nächstenliebe und war höflich und zuvorkommend zu Jedermann, stets ohne irgendwen zu verurteilen.

Jedoch ließ er nur genau zwölf Menschen an seinen privaten Abendmahlen teilhaben. Diese zwölf Anhänger bezeichnet man in der christlichen Glaubensgemeinschaft als „Jünger“.

Jesus und seine Jünger

Diese Jünger waren Männer, mit denen er philosophierte, die er an seiner Verbindung zu Gott, seinem Vater, ganz intim teilhaben ließ.
Einige Namen dieser Jünger sind sehr bekannt, denn von ihnen komme häufig welche im neuen Testament vor und sind heutzutage beliebte Namen:
Johannes, Matthäus, Andreas, Simon, Jakobus, Phillipus …
Doch Judas war der Name eines Verräters.
Judas war einer der zwölf Anhänger Jesu – und der Grund, weshalb Jesus überhaupt gekreuzigt wurde.

Zur damaligen Zeit wollte der römische Kaiser Augustus alles bestimmen, wollte alleiniger Herrscher sein – sein Wort war Gesetz. Jeder, der sich gegen ihn zur Wehr setzte, wurde mit dem Tode bestraft und gekreuzigt. Solche „Sündiger“ hingen tagelang tot auf den Kreuzen herum, um die Leute abzuschrecken, sich niemals gegen ihn zu stellen. Klingt ziemlich brutal, das war es auch.

Judas

Judas tickte anders als die anderen elf Jünger. Im Gegensatz zu Johannes glaubte er nie daran, dass Jesus „Gott“ war. Genauso auch stand Judas Jesus nicht wirklich nahe, weshalb er sich in seinem Verrat leichter tat.

Judas war eine gespaltene Persönlichkeit, denn er strebte nach Anerkennung und Aufsehen. Viele vermuten, dass er Jesus und seiner Anhängerschaft bloß deshalb gefolgt sei, weil er gesehen hat, dass man etwas Besonderes sei, wenn man zu Jesus Jüngern gehörte.
Genauso auch wie Kaiser Augustus glaubte Judas daran, dass Jesus die Leitung des heiligen römischen Reiches übernehmen wollte und somit eine Bedrohung für das ganze Land darstellte.

Für dreißig Silberlinge lieferte Judas dann Jesus dem Hohepriester aus und wusch seine Hände in Unschuld. Mit dieser Geste tauchte er seine Hände nach dem Verrat in einem Becken Weihwasser, um sich seine Schuld wegzuwaschen. Somit wurde er vom Hohepriester freigesprochen und sei nicht Schuld am Tod Jesu.

Das letzte Abendmahl

Am Mittwoch teilte Jesus mit seinen Jüngern das letzte Abendmahl. Im Laufe des Abends schlich Judas sich fort und lockte Jesus zum Ölberg, wo er dann widerstandslos abgeführt und festgenommen wurde.

Jesus war bereit zu sterben, denn er wusste, dass er sterben würde. Einer hatte ihn verraten und er sagte zu Judas: „Tue, was du tun musst“.
Jesus verzieh Judas, er opferte sich für die gesamte Glaubensgemeinschaft und das Volk. Jesus wusste, dass er durch seinen Tod heimkehrte zu Gott, seinem Vater und schrie, als er am Kreuz hing: „Ich habe keine Angst, Vater! Ich kehre heim zu dir.“

Er war der festen Überzeugung, dass seine Aufopferung zur Weltgeschichte beitragen würde und die Menschheit bewegen würde, viel mehr, als wenn er eine Revolution gegen das römische Reich anzettelte. Zumal er mit seinen damals nur zwölf Anhängern keine Chance hatte, gegen eine Armee vorzuschreiten. Letztendlich war Jesus von Anfang an dem Tode geweiht, und das wusste er. Denn sobald er seine Äußerungen kundtat, wusste er, er würde am Kreuz hängen. Auch ein paar seiner Anhänger wurden gekreuzigt, da sie bis zu seinem Tod an Jesus Seite weilten.

Warum aber Judas Jesus letztendlich verraten hat, bleibt ein Rätsel. Meinungen gehen weit auseinander, manche behaupten, er hätte es aus zu großer Liebe zu Jesus getan, die anderen meinen, er sei ein machtbesessener Mensch gewesen. Nachweisbar weiß man sogar nicht einmal genau, ob der Verrat Judas so stattgefunden hat, wie wir ihn kennen und ob Jesus überhaupt verraten wurde.

Denn die Geschichten der Bibel wurden erst hunderte Jahre nach Jesus Tod aufgeschrieben, bis dahin wurden sie bloß mündlich „tradiert“, also von Mensch zu Mensch in Erzählungen weitergegeben. Hundert Jahre also wurden die Geschichten und Ereignisse rund um Jesus mündlich weitererzählt – es liegt also auf der Hand, dass das ein oder andere Ereignis aufgebauscht wurde, und das ein oder andere Detail weggelassen oder ein neues dazu gedichtet wurde.
Religion basiert also auf dem Grundglauben. Der Glaube an Gott, der Glaube an das Gute.

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