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Warum hat Kain Abel getötet? – Aufklärung

  • by Anatoli Bauer

Das erste Kind, welches auf der Erde geboren wurde, war Kain. Er war dementsprechend der Erstgeborene von Adam und Eva. Kain war Landwirt und hatte einen jüngeren Bruder. Er hieß Abel und war Hirte. Die Brüder legten eines Tages Gott ein Opfer dar. Abel entschied sich als Opfergabe für die Erstlinge seiner Herde sowie dessen Fett. Kain opferte Gott dagegen frische Früchte von seinem Feld. Als Gott Abels Opfer bevorzugte, begann in Kain ein starker Neid zu keimen. Ihm kamen immer stärker werdende böse Gedanken, die ihn letztendlich dazu bewogen, seinen Bruder Abel zu erschlagen. Er wollte nicht auf die Ermahnungen Gottes hören.

Der erste Mörder

Durch diese Geschichte wurde Kain der erste Mörder auf der Erde. Gott bestrafte ihn dafür hart. Er versah ihn mit einem Mal, welches auch als Kains-Mal bezeichnet wird. Er musste seine Heimat verlassen und wurde zur ewigen Verdammnis verdammt. Er war fortan ein Flüchtling oder Wanderer auf Erden. Er übersiedelte auf das Land Nod, welches sich östlich von Eden befand. Hier zeugte er mit seiner Frau später einen Sohn namens Henoch. Wer genau die Frau von Kain gewesen ist, ist nicht genau klar. Einige Experten sind sich sicher, dass es sich hierbei um seine Schwester Awan gehandelt hat. Durch sein Stigma wurde er bis zu seinem Lebensende daran erinnert, was er getan hatte. Er konnte somit nicht seinen inneren Frieden finden.

Was soll uns diese Geschichte lehren?

Hierfür sollte man sich erst einmal die Frage stellen, warum Gott sein Opfer verschmähte und sich nur über die Opfergaben seines Bruders freute. Durch diesen Vorfall wurden der Neid und die Missgunst schließlich angespornt. Als Grund wird hierfür genannt, dass es Gott nicht auf die Menge oder den Wert von Opfergaben ankommt, sondern viel wichtiger ist, dass das Opfer von Herzen kommt. Auf die Geschichte bezogen bedeutet es, dass man sich nicht im Leben falsch verhalten und anderen Menschen schaden kann und sich dann durch eine Opfergabe an die Kirche freikaufen kann. Den Menschen soll aufgezeigt werden, dass es im Leben wichtiger ist, sich nicht von falschen Gefühlen leiten zu lassen. Neid, Missgunst und Eifersucht sind keine guten Berater.

Hätte der Mord verhindert werden können?

Wäre der Geschwistermord in der heutigen Zeit passiert, würden sich viele Menschen fragen, warum die Eltern nicht gemerkt haben, wie groß der Zwist zwischen den beiden Geschwistern ist und sich Kain nicht gut fühlt. Er hat das Gefühl, dass er nicht genug geliebt wird und sein Bruder immer im Mittelpunkt steht. Hätten die Brüder ihre Opfergaben zusammen dargelegt, wäre beispielsweise niemand enttäuscht worden. Kain hätte sich seinen Eltern oder Abel öffnen können, in dem er offen über seine Gefühle spricht. Aber auch Abel hätte das Unglück verhindern können. Er hätte sein Lob nicht als selbstverständlich und gerechtfertigt annehmen sollen, sondern auch merken müssen, wie niedergeschlagen sein Bruder über die Abweisung gewesen ist. Vielleicht hätte er ihm zeigen könne, dass er für ihn wertvoll ist und ihn trösten können. Durch die Geschichte kann die Menschheit viel lernen. Es ist ein Beispiel dafür, wie schnell eine Situation durch eine Kleinigkeit hochkochen kann. Die Geschichte zeigt aber auch, dass wenn jemand einen Mord oder eine andere Straftat begangen hat, immer unter der Last seiner Tat leidet und nie wieder seinen inneren Frieden findet.

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