Warum ist Deutschland das Land der Dichter & Denker?

Warum ist Deutschland das Land der Dichter & Denker

Die Deutschen gelten als das Volk der Dichter und Denker. Das ist auf Dichter wie Friedrich Schiller und Denker wie Gottfried Leibnitz zurückzuführen, die das Bild der Deutschen in der Vergangenheit geprägt haben. Doch wird die Bundesrepublik der schmeichelhaften Formel auch heutzutage noch gerecht?

Ein Land der Dichter und Denker

Den Ruf als Land der Dichter und Denker hat Deutschland nicht grundlos. Aufseiten der Dichter sind die Geschichtsbücher voll mit Namen wie Joseph von Eichendorff, Heinrich Heine oder auch Wilhelm Busch, der mit seiner Bubengeschichte „Max und Moritz“ eines der meistverkauften Kinderbücher geschaffen hat.

Persönlichkeiten wie Friedrich Schiller oder Rainer Maria Rilke waren nicht nur Dichter, sondern auch Philosophen, Übersetzer oder Ärzte. Sie galten als Poeten, aber eine lange Zeit auch als die scharfsinnige Bildungselite der Deutschen.

Herausragende Gestalten wie Johann Wolfgang von Goethe oder Heinrich von Kleist zementieren den Ruf der Deutschen als ein Volk der Lyriker und Poeten. Nicht nur sind die Werke der genannten Dichter einzigartig, sie haben auch einen einmaligen historischen Hintergrund. Das macht Rainer Maria Rilke oder Friedrich Schiller heute zu historischen Gestalten erster Güte.

Aufseiten der Denker bietet Deutschland Persönlichkeiten wie Gottfried Leibnitz oder Albert Einstein. Johannes Gutenberg gilt als der Erfinder des modernen Buchdrucks und hat damit nicht nur Deutschland, sondern die gesamte Welt maßgeblich geprägt. Bis heute gilt Deutschland als ein Land der Innovationen. Im Ausland wird vor allem das Volk der Schwaben als ein intelligentes und fleißiges Volk angesehen, welches den Ruf von Deutschland als Land der Denker bis heute fortträgt. Die Formel “Dichter und Denker” wurde dabei schon vor Jahrhunderten geprägt.

Woher kommt das Klischee?

Deutschland gilt als das Land der Dichter und Denker. Der genaue Ursprung dieses Klischees ist heute allerdings nicht mehr zu klären. Die Formel wurde vermutlich im frühen 19. Jahrhundert geprägt und gilt als formelhafte Beschreibung des deutschen Volkes. Ihre Herkunft wird auf den Schriftsteller Johann Karl August Musäus zurückgeführt, der in seinen „Volksmärchen der Deutschen“ folgendes schreibt: „Was wäre das enthusiastische Volk unserer Denker, Dichter, Schweber, Seher ohne die glücklichen Einflüsse der Fantasie?“

Schon im Vorgängerwerk -“Physiognomische Reisen” wurden die berühmten Worte erwähnt. Saul Ascher hat diesen Spruch schließlich aufgegriffen und ab dem 19. Jahrhundert regelmäßig über die Denker und Dichter Deutschlands gesprochen, die einen enormen Einfluss auf das Bildungsniveau der Deutschen hatten. Auch Wolfgang Menzel und vielen anderen Persönlichkeiten wird die Formel zugeschrieben. Als berühmteste englischsprachige Quelle gilt die Widmung des Werks „Ernest Maltravers or the Eleusinia“ von Edward Bulwer, in dem es heißt: „To the great German people, a race of thinkers and of critics.“

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