Warum sagt man „bucklige Verwandschaft“? – Aufklärung

Für eine Redewendung wie diese ist es gängig, dass sie aus zwei oder mehr Worten besteht. Die Redewendung alleine macht keine ausreichende Aussage darüber, was gemeint ist. Dafür benötigt man in den meisten Fällen entweder das nötige Hintergrundwissen oder eine ausreichende Erklärung. Meistens ergibt sich aber das Wissen aus dem traditionellen Gebrauch einer solchen Redewendung. Die meisten haben aber diese Redewendung schon ein mal gehört und wissen, dass es hierbei um lästige oder unliebsame Verwandtschaft geht.

Was bedeutet „bucklig“ im Zusammenhang mit dieser Redewendung?

Das Wort bucklig bezieht sich auf eine höckerartige Verformung der Wirbelsäule. Ein Buckel wird für viele als Belastung angesehen und ist zudem noch überflüssig und unschön. In Märchen werden oft Wasen mit Hilfe von böser Magie in bucklige Gesellen verwandelt, die ziemlich unschön anzusehen sind. Das bucklig bezieht sich in dieser Redewendung also auf das, was zwar da ist, was man aber eigentlich nicht gebrauchen kann oder was einem einfach nur im Wege ist, in diesem Falle die Verwandtschaft.

Manchmal wird das „Bucklig“ auch durch „Pucklig“ ersetzt, was aber im Grunde die gleiche bezeichnet. Im Mittelalter wurde alles, was anders war als minderwertig angesehen. So auch jemand der einen Buckel oder Puckel hatte.

Die Redewendung hat sich wohl daraus entwickelt, da sich in den meisten Fällen die Verwandtschaft nicht all zu gut benimmt und genau so lästig, wie ein Buckel ist. Die Verwandtschaft steht einem, wenn man sie als „bucklig“ bezeichnet, meistens auch nicht all zu nahe, sie werden meist dann eingeladen, wenn es sich nicht vermeiden lässt.

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