Was bedeutet 2 GB Ram & was 500 GB HDD? PC-Werte leicht erklärt

Was bedeutet 2 GB Ram & was 500 GB HDD

Wie viele Daten kann ein Computer speichern – Speichergrößen unter der Lupe

Computer können eine Menge Daten speichern. Diese Menge ist in den letzten Jahren enorm gestiegen und bewegt sich heute im Bereich von Gigabyte. Doch – was bedeutet das eigentlich?

Die kleinste Einheit, die ein Computer verarbeiten kann, ist das Byte. Es ist die Einheit, mit der ein Computer ein einzelnes Zeichen darstellen kann: Es besteht aus einer Untereinheit von acht sogenannten Bits, die im Binärsystem codiert werden. Das Binärsystem kennt nur die Zahlen 0 und 1 (weil der Computer nur damit rechnen kann, 0 wie „Strom aus“ und 1 wie „Strom an“). Damit konnte ein Rechner damals, als es grafisch noch ganz rudimentär in der Computerwelt zuging, aus 2 hoch 8 (gleich 256) möglichen Zeichen eines abspeichern – und benötigte dafür ein Byte an Speicherplatz.

Die Computertechnik entwickelte sich rasch weiter, wegen der immens hohen Speicherkapazität heute wird diese von niemand mehr in Bytes angegeben: Stattdessen werden Dezimalpräfixe verwendet. Dabei entspricht ein Kilobyte 1.000 Byte, ein Megabyte 1.000 Kilobyte und ein Gigabyte 1.000 Megabyte. Ganz genau genommen entsprechen einem Kilobyte 1.024 Byte. Dies beruht wieder auf dem Binärsystem (2 hoch 10 ergibt 1.024 und nicht 1.000) aber für die ungefähre Vorstellung und zum einfachen Umrechnen genügt die Verwendung des Faktors 1.000.

Das Gigabyte ist die übliche Größe, mit der heute in der Informationstechnik gerechnet wird. Ein durchschnittliches Buch benötigt ca. 1 Megabyte an Speicherplatz, mit der Kapazität von einem Gigabyte können also etwa 1.000 Bücher gespeichert werden. Oder anders gesagt, bei einer durchschnittlichen Büchrückenbreite von 2,5 cm ergäbe sich im Bücherregal bei einem Gigabyte Kapazität eine Länge von 25 Metern.

Arbeiten mit der Speicherkapazität – der RAM und die Festplatte

Der Computer verarbeitet eine Menge Daten, die er an einer Stelle abspeichern muss. Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten: Den Arbeitsspeicher und die Festplatte (oder andere Speicher, wie DVDs oder USB-Sticks). Der Arbeitsspeicher wird auch als „Random Access Memory“ oder abgekürzt RAM bezeichnet, was aus dem Englischen übersetzt so viel wie „Freier Zugriffsspeicher“ bedeutet. Die Festplatte wird üblicherweise als HDD abgekürzt, auch ein englischer Begriff: Hard Disk Drive oder im Deutschen Festplattenlaufwerk.

Prinzipiell ist es dem Computer egal, aus welchem Speichermedium er seine Daten bezieht. Dem Benutzer dürfte es jedoch nicht egal sein, denn es gibt einen entscheidenden Unterschied: Die Verarbeitungsgeschwindigkeit. Schließlich soll der Rechner nicht eine ganze Minute benötigen, um eine Datei zu öffnen.

Eine Festplatte überträgt Daten im Bereich mit 30 bis 90 Megabyte pro Sekunde, während der Arbeitsspeicher Daten mit 20.000 Megabyte pro Sekunde bewegen kann – also mit 20 bis 40 facher Geschwindigkeit. Damit Programme beim Laufen nicht stocken, ist es also sinnvoll, diese im Arbeitsspeicher abzulegen. Somit kann der Rechner sehr schnell darauf zugreifen. Der Arbeitsspeicher stellt gewissermaßen eine Zwischenablage für den Rechner dar.

Er hat allerdings auch einen Nachteil: Er speichert die Daten nicht dauerhaft. Sobald der Strom fehlt, der Rechner heruntergefahren wird, sind sämtliche Daten unwiderruflich verloren. Deswegen werden Daten und Programme auf einer Festplatte ausgelagert, sie stehen dann auch nach dem nächsten Start wieder zur Verfügung.

Die üblichen Größen für Arbeitsspeicher bewegen sich heute je nach Anwendungszweck zwischen 1 und 16 Gigabyte. Bei Festplatten wird inzwischen im Terabytebereich (entspricht 1.000 Gigabyte) gerechnet, eine Kapazität von 500 Gigabyte einer Festplatte entsprechen also 0,5 Terabyte.

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