Was bedeutet bei Briefen i.V. und i.A.? – Aufklärung

Die beiden Abkürzungen i.V. und i.A. treten im Schriftverkehr auf und bedeuten als Zusatz zur Unterschrift, dass die Person den Brief in Vertretung (in Vollmacht) oder im Auftrag einer anderen Person verfasst hat. Der Empfänger wird dadurch über die Verbindlichkeit der übermittelten Informationen aufgeklärt.

Unterschrift mit i.V.

Unterschreibt eine Person mit ihrem Namen und der Abkürzung i.V. bedeutet dies, dass sie von einer anderen Person handlungsbevollmächtigt wurde. Sie gibt demzufolge eine Willenserklärung im eigenen Namen, aber für jemanden anderen ab. Während die Abkürzung i.V. in den meisten Fällen für „in Vollmacht“ steht, bedeutet er im öffentlichen Dienst auch „in Vertretung“. Beim Zusatz i.V. liegt die Betonung auf dem Vorhandensein einer Vollmacht, die die unterschreibende Person zum Abschluss bestimmter Geschäfte berechtigt.

Unterschrift mit i.A.

Der Zusatz i.A. besagt, dass die unterschreibende Person lediglich der Überbringer einer Botschaft ist. Das bedeutet, dass nicht sie, sondern der Auftraggeber für den Inhalt des Briefes verantwortlich ist. Ein klassisches Beispiel ist das Aufsetzen eines Schriftstückes eines Assistenten oder einer Assistentin, die den Brief mit ihrer Unterschrift und dem Zusatz i.A. signiert. Die Abkürzung i.A., die für „in Auftrag“ steht, ist daher eher für allgemeine Korrespondenz geeignet. Ein ähnlicher, in vergangenen Zeiten eingesetzter, aber heute kaum nach gebräuchlicher Zusatz war „nach Diktat verreist“.

Abgrenzung zu ppa.

Der Zusatz ppa. wird von Prokuristen verwendet und steht für „per procura autoritate“. Diese verfügen von Gesetzes wegen über vielerlei Rechte und sind beispielsweise zum Abschluss von Geschäften und Rechtshandlungen befugt.

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