Was bedeutet empirisch? – leichte Erklärung

Der Begriff empirisch stammt von dem griechischen Wort „empeirikós“, was auf deutsch erfahren oder kundig bedeutet. Gemeint ist also jedes Wissen, das nicht auf einer Theorie basiert, sondern aus Erfahrung und Beobachtung gewonnen wurde. Empirische Aussagen lassen sich aus diesem Grund immer überprüfen und belegen.

In welchem Zusammenhang wird das Wort empirisch verwendet?

Hier ein paar Beispiele, in welchen Gebieten das Wort eine bedeutende Rolle spielt:

Die empirische Forschung

Ein sehr bekanntes Beispiel ist die empirische Forschung. In ihr geht es darum, systematisch Daten zu sammeln und diese auszuwerten und der Bedeutung nach zu ordnen. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse werden manchmal auch als Empirie bezeichnet. Im Gegenzug dazu steht die Theorie, die auf Vermutungen basiert. Durch empirisches Vorgehen lassen sich Thesen aller Art und aus allen Gebieten überprüfen. Die empirische Forschung ist also ein wichtiges Werkzeug, um das Wissen, das wir Menschen uns aneignen, glaubhaft zu machen.

Die empirische Kommunikationsforschung

Die empirische Kommunikationsforschung hat sich zum Ziel gesetzt, die Kommunikation unter Menschen mit Hilfe von Datenerhebung kategorisieren zu können. Diese Methode findet vor allem in kultur- und geisteswissenschaftlichen Bereichen, wie der Sozio- und Ethnologie, Anwendung. Auch die Unternehmensforschung entwickelt immer größeres Interesse an der empirischen Kommunikationsforschung. Durch Verfahren wie Inhaltsanalyse, Befragung, Beobachtung und physiologischen Messungen können die Daten systematisch erhoben und kategorisiert werden.

Die empirische Kulturwissenschaft

Ein anderer Name für diesen Begriff ist die Volkskunde. Sie ist eine Kultur- und Sozialwissenschaft, die dazu dient, die Geschichte und Entwicklung menschlicher Alltags- und Populärkultur zu erfassen. Es werden die materiellen Themen und die subjektive Einstellung der Menschen zu ihnen erforscht. Ein bekanntes Beispiel dafür sind Volkslieder, Bräuche und Arbeitsgeräte.

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Die empirische Pädagogik

Sie dient dazu, genaue Prognosen über Erziehungs- und Bildungsprozesse erheben zu können und herauszufinden, welche Technologien zu einer wirksamen Veränderung führen. Dazu werden Thesen experimentell überprüft, indem Prozesse systematisch beobachtet und anschließend ausgewertet werden. So werden empirische Erkenntnisse über die Pädagogik gewonnen, die sich dadurch ideal belegen und weiterentwickeln lassen.

Die empirische Sozialforschung

In diesem Gebiet geht es darum, unterschiedliche gesellschaftliche Themen zu überprüfen und zu belegen. Dank der empirischen Sozialforschung können beispielsweise Sachverhalte wie Arbeitslosenquote, Suizidrate, Kriminalitätsentwicklung und mehr aufgedeckt und belegt werden.

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