Was bedeutet „gepunzt“ beim Juwelier? – Aufklärung

Gepunzt kommt von dem Verb punzen. Das zugehörige Substantiv heiß Punzierung. Eine Punzierung ist eine Prägung, die in ein Metall oder Leder gestempelt wird. Sie kann ein Muster oder im Falle von Schmuck eine Zahl sein, die Auskunft über den Wert des Metalls gibt.

Die Zahl, die in vielen Schmuckstücken zu finden ist, gibt Auskunft über den Feingehalt des Metalls. Sie wird bei der der Herstellung mit Hilfe einer Punze in das warme formbare Metall geschlagen.

Die häufigsten und bekanntesten Punzierungen sind bei Goldschmuck ein Feingehalt von 333 oder 585. Bei Silberschmuck sind die Werte 800, 825, 835, 900, 925 oder 950 gängig. Bei diesen Werten handelt es sich um eine Promilleangabe. Das bedeutet, dass solche Schmuckstücke einen nicht allzu hohen Anteil an dem jeweiligen Edelmetall aufweisen. Die restlichen Anteile des Schmucks bestehen dann aus weniger wertvollen Metallen wie zum Beispiel Kupfer.

Diese Werte sind vor allem in Deutschland typisch und werden hier auf den meisten Schmuckstücken gefunden. In anderen Ländern wird oft Schmuck mit einem sehr viel höheren Gehalt an Feinmetall getragen. Werte, die über 750 liegen, sind dann keine Seltenheit. Als besonders hochwertig gilt das 990er-Gold. Diese Punzierung ist seltener und vor allem auf sehr hochwertigem Schmuck zu finden. Dieser ist dann auch entsprechend teuer.

Interessant ist, dass innerhalb von Deutschland keine Pflicht zur Punzierung von Schmuckstücken besteht. Es kann also durchaus sein, dass wirklich wertvoller Schmuck keine Prägung trägt. Der wahre Wert ist für einen Laien dann besonders schwer zu erkennen. Günstiger Modeschmuck verfügt über keinerlei Punzierung.

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