Die Lehre vom Tastsinn wird auch als Haptik bezeichnet. Dabei wird der Tastsinn in viele verschiedene Unterbereiche gegliedert und unterteilt.

Das tastende Begreifen im Wortsinne, die Wahrnehmung durch aktive Exploration, bei der das wahrnehmende Subjekt passiv berührt wird, nennt man haptische Wahrnehmung. Dies kommt aus dem Griechischen und bedeutet „fühlbar“; „zum Berühren geeignet“.
Der deutsche Psychologe Max Dessoir ist für diesen Begriff verantwortlich. Er empfahl 1892 die wissenschaftliche Lehre über das Tastsinnessystem zu benennen.

Die haptische Wahrnehmung hat mehrere Aspekte. So zum Beispiel die haptische Sensitivität, diese umfasst den Bestandteil der Oberflächensensibilität, dadurch nimmt man die mechanischen Reize in Form von Druck, Vibration und Gewebedehnung wahr.

Unterpunkte der Haptik

Die Propriozeption, die Tiefensensibilität ist die Fähigkeit die Stellung der Gliedmaßen und die Lage des eigenen Körpers im Raum wahrzunehmen. Bei der Kinästhesie geht es um die Tiefensensibilität bei der es sich um die Fähigkeit handelt, Körperteile wahrzunehmen und zu steuern.

Dann gibt es noch die Viszerozeption, die Wahrnehmung der Organtätigkeiten. Und zu guter Letzt gibt es noch die Schmerz- und Temperaturwahrnehmung.

An den Wahrnehmungsprozessen sind viele unterschiedliche Rezeptoren beteiligt. Neben der Rezeptoren der Haut spielen die Vibrationsrezeptoren der Gelenke, Sehen und der Muskulatur eine Rolle zur haptischen Wahrnehmung.

Die verschiedenen Rezeptoren

Allein die Rezeptoren der verschiedenen Hautschichten werden auf 300 bis 600 Millionen geschätzt. Der häufigste Rezeptor dieser Art ist der Vater – Pacini – Rezeptor, dieser gehört zu der höchsten Empfindlichkeit bei Vibrationen, die im Bereich zwischen 40 und 300 Hz liegen. Anschließend folgen die Meissner – Körperchen, diese registrieren Druckveränderungen, die Merkel – Zellen, registrieren anhaltenden, senkrechte Druckreize und die Ruffini – Körperchen, die für die Gewebsdehnung verantwortlich sind. Nicht nur in der Haut, sondern auch vielfach im Bindegewebe, in den Gelenken, der Muskulatur und den inneren Organen zu finden sind vor allem die Pacini- und Ruffini – Körperchen.

Die Haare des Manschen als Tastorgane

Jedes einzelne der etwa 5 Millionen Körperhaare des Menschen ist mit etwa 50 Berührungssensoren bestückt, die jede kleinste Kleinigkeit des Haares registrieren. Dazu kommen noch die berührungssensiblen freien Nervenenden der Oberhaut, die vor allem Temperatur- und Schmerzreize sehr gut wahrnehmen.

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