Was bedeutet Lastschrift? – Erklärung

Der Begriff Lastschrift wird auch als Bankeinzug bezeichnet und stellt einen bargeldlosen Zahlungsverkehr da, bei dem der Empfänger einer Zahlung eine Forderung gegenüber der zahlungspflichtigen Person besitzt. Diese Forderung darf dann mittels einer Kontobelastung erfolgen, die dann als Lastschrift bezeichnet wird. Das Geld, beziehungsweise die Höhe der Summe, die auf dem Konto belastet wird, wird dann auf dem Konto des Empfängers in gleicher Höhe gutgeschrieben. Die Lastschrift ist gegenüber eines Dauerauftrags (hierbei geht auch regelmäßig die Summe an den Empfänger, jedoch muss eine Überweisung erfolgen). Zudem ist beim Dauerauftrag immer ein fester, unveränderlicher Betrag gemein, während bei einer Lastschrift individuell hohe Beträge abgebucht werden können, die jedoch zuvor schriftlich genehmigt werden müssen.

Ablauf

Bei einer Lastschrift sind sowohl der Gläubiger, der Schuldner als auch die Bank die Beteiligten. Anders als bei Überweisung, löst der zahlungspflichtige nicht die Lastschrift aus, sondern der Empfänger, der seine Bank dann mit dem Einzug der Lastschrift beauftragt. Dieser Vorgang wird als Lastschrifteinreichung bezeichnet. Der Empfänger der Zahlung wird als Lastschrifteinreicher bezeichnet. Der Auftrag kann sowohl mittels eines Vordrucks beziehungsweise eines Lastschriftsbelegs als auch online durchgeführt werden.

SEPA-Lastschrift

Die rechtlichen Vorschriften einer SEPA-Lastschrift sind in §§ 675c ff. BGB enthalten. Damit sollte eine Lastschrift ausgeführt werden kann, muss ein Girovertrag zwischen den Empfänger der Zahlung und den Kreditinstitut bestehen. Einfach ausgedrückt bedeutet dies, dass der Zahlungs Empfänger auf ein Konto bei der entsprechenden Bank besitzen muss. Zudem muss auch der Schuldner ein Konto bei seiner Bank besitzen, dieses muss zu dem gedeckt sein. Ist dies nicht der Fall, für dies dazu, dass die Lastschrift nicht ausgeführt werden kann. In solch einem Fall wird das Konto zwar zunächst in Höhe der Summe belastet, diese wird von der Bank jedoch sofort wieder gutgeschrieben. In den meisten Fällen führt dies zu zusätzlichen Gebühren für den Schuldner.

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Autor(in) des Artikels:

mm
Hat Wirtschaftswissenschaften an der Universität Kassel studiert. Einzelunternehmer seit Mai 2006 & Chefredakteur von Uni-24.de

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