Was bedeutet “madig” im Chat? Aufklärung & Beispiele  HTML-Ansicht Notiz

Was bedeutet

„Du musst einem auch alles madig machen!“ Der Ausspruch ist immer wieder zu lesen. Vor allem in der Umgangssprache wird er gerne verwendet, um unterschiedliche Situationen zu kommentieren. Doch was bedeutet der Begriff „madig“ eigentlich und woher kommt er? Wir geben die Antwort und einige Beispiel dafür, wie das Wort verwendet werden kann.

Jemandem etwas madig machen

Wer jemandem „etwas madig macht“, macht es ihm schlecht. Vereinfacht gesagt, ist madig also einfach nur ein Synonym für schlecht oder vergleichbare Begriffe, die negativ konnotiert sind. Das Wort hat seinen Ursprung in Bayern und Österreich, wo es bereits seit vielen Jahrzehnten verwendet wird und mittlerweile fest in den Sprachgebrauch übergegangen ist.

Im digitalen Zeitalter haben sich die Dialekte vermischt und der urige Begriff schaffte es schnell auch in Foren und soziale Medien. Dort hat das Wörtchen „madig“ inzwischen sogar eine Art Kultstatus erreicht und wird in unterschiedlichsten Kontexten verwendet, um Missgunst auszudrücken. Auch eine scherzhafte Verwendung des Begriffs madig ist möglich.

So wird der Begriff madig verwendet

Umgangssprachlich lässt sich auch sagen, dass Madigmachen gleichbedeutend ist mit jemanden in einen schlechten Ruf bringen. Weitere Synonyme sind zum Beispiel verleiden oder ruinieren. Ein Beispiel aus dem Magazin “Der Spiegel”: „ Mit solchen Störmanövern, glaubt der Aalener Fachhochschul-Professor Frank Haenschke, versuche die EVS, ihrer Kundschaft das Pyrolyse-Projekt madig zu machen.“
Auch in anderen Publikationen wird das Wort madig immer wieder verwendet, um eine negative Belegung auszudrücken bzw. zu unterstreichen.

Madig: Woher stammt das Wort?

Madig ist zunächst mit dem Wort Made verwandt, welches je nach Kontext ebenfalls eine negative Bedeutung haben kann. Ein madiger Apfel ist nicht mehr gut und muss entsorgt werden. Genauso ist eine madige Sache schlecht und will am liebsten vermieden werden. Die genaue Herkunft des Wortes ist heute nicht mehr zu klären. Feststeht nur, dass madig sich von Made ableitet und als Eigenschaftswort verwendet wird. Der Duden sieht die Herkunft im mittelhochdeutschen „madic“, welches in einem ähnlichen Kontext verwendet wurde wie das heutige madig. Verschiedene Überlieferungen machen deutlich, dass madig schon immer als Verb verwendet wurde und sich in dieser Hinsicht nicht vom ursprünglichen madic unterscheidet.

Was bedeutet madig im Chat? Das hängt ganz von dem Kontext ab, in dem das Wort verwendet wird. Im Allgemeinen meint man damit jedoch so viel wie etwas schlecht machen oder verleiden. „Der Film war madig“ heißt, der Film war schlecht und wer jemandem das Lieblingsessen „madig“ macht, verdirbt ihm den Geschmack daran.

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