Was bedeutet “malerfertig” beim Spachteln & Hausbau? – Aufklärung

Was bedeutet

In Bauverträgen ist im Hinblick auf die Bearbeitung der Wände immer wieder die Formulierung „malerfertig“ zu finden. Der Begriff bedeutet, dass der Maler ohne größere Vorarbeiten mit dem Streichen beginnen kann.

„Malerfertig“ im Baugewerbe

Beim Bau eines Hauses oder bei Renovierungsarbeiten stehen verschiedene Arbeiten an. Wände müssen verputzt und gestrichen werden und die einzelnen Prozesse sollen möglichst reibungslos ablaufen. Damit das gelingt, wird in Leistungsausschreibungen genau kommuniziert, in welchem Zustand der jeweilige Handwerksbetrieb den Arbeitsbereich übergeben soll.

Wenn von einer „malerfertigen“ Übergabe zwischen dem Stuckateur und dem Maler die Rede ist, müssen die vom Stuckateur bearbeiteten Wände ausreichend vorbereitet sein, damit der Maler die Wände streichen kann. Da der Begriff nicht genau definiert ist, gibt es immer wieder Unklarheiten, was denn nun „malerfertig“ ist. Ein Blick in die DIN-Normen verschafft Klarheit.

Was bedeutet „malerfertig“ im Hausbau?

Der Begriff „malerfertig“ ist nicht eindeutig formuliert. In der Regel wird aber davon ausgegangen, dass eine „malerfertige“ Wand für die Malerarbeiten vorbereitet ist. Der Maler kann also mit den Streicharbeiten beginnen, ohne dass es durch grobe Unebenheiten oder Risse in den Wänden zu Problemen kommt.

Vereinfacht gesagt, heißt „malerfertig“, dass die Malerarbeiten noch anstehen. Ähnlich wie ein „tapezierfertiges“ Haus bereit für die Tapezierarbeiten oder „spachtelfertige“ Spachtelmasse für den Spachtelvorgang vorbereitet ist. „Malerfertig“ bedeutet also lediglich, dass für den Maler weitgehend alle Arbeiten fertiggestellt sind.

Gemäß VOB/C, DIN 18363 können Maler- und Lackierarbeiten bei einer „malerfertigen“ Wand direkt begonnen werden. Der Begriff bedeutet aber nicht zwingend, dass der Maler die Wände nur noch beschichten muss. Gleichzeitig heißt „malerfertig“ nicht, dass die Vorleistungen, sei es das Spachteln oder Verputzen, nicht ordentlich ausgeführt werden müssen. Wie der Begriff im Detail ausgelegt wird, muss zwischen den Beteiligten abgeklärt werden.

Wo wird der Begriff „malerfertig“ verwendet?

„Malerfertig“ ist meist in Bauverträgen zu finden. Der Bauherr kann von den Handwerkern eine „malerfertige“ Wand fordern, die der Malerbetrieb anschließend direkt anstreichen kann. Begriffe wie „malerfertig“ oder „streichfertig“ werden bei der Kommunikation zwischen den verschiedenen Handwerksbetrieben verwendet, die am Bau eines Hauses oder an Renovierungsarbeiten beteiligt sind.

Außerhalb des Baugewerbes wird der Begriff gelegentlich auch verwendet, um den Arbeitsumfang von Renovierungsarbeiten zu beschreiben. Beispielsweise können Hobby-Handwerker in Inseraten mitteilen, dass die Wände nach dem Spachteln „malerfertig“ an den Auftraggeber übergeben werden. Dann können die Maler mit den Malerarbeiten beginnen und sich im Zweifelsfall auf die „malerfertige“ Übergabe berufen, sollten später Mängel auftreten, die auf unzureichende Verputzungsarbeiten an den Wänden zurückzuführen sind.

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