„Nomen est omen“ ist eine lateinische Redensart, die ursprünglich von dem römischen Komödiendichter Plautus stammt. Er verwendet in seinem Stück „Persa“ die Aussage „nomen atque omen“, was sich mit „Name und zugleich auch Vorbedeutung“ übersetzten lässt. „Nomen est omen“ wird mit „der Name ist ein Zeichen“ übersetzt. Gemeint ist, dass der Name einer Person oder Sache passend ist. In der Umgangssprache heißt es so viel wie „der Name ist Programm„.

Vorverurteilt durch den eigenen Namen?

Aber klingt das nicht nach Vorurteil? Hat man wirklich das Recht jemanden aufgrund seines Namens zu beurteilen? Ich meine ist automatisch jeder frech, der Oscar heißt? Oder heißt jeder Schäferhund Rex? Man wird durch seinen Namen in eine Schublade gesteckt. Aber wenn ich meinen Sohn Oscar nenne, bedeutet es doch nicht, dass er automatisch ein freches Kind wird. Warum wird man belächelt, wenn man seine Jungs Max und Moritz nennt und vor allem, wenn die beiden Zwillinge sind. Man bekommt doch seinen Namen schon bevor irgendjemand weiß, was wir für eine Persönlichkeit der Mensch entwickeln wird.

Einige behaupten, dass der Name eines Menschen tief in seiner Seele verankert ist und dass man, wenn man seinem Kind einen Namen gibt, schon vorher bestimmt, welche Aufgaben und welchen Platz es in dieser Welt einnimmt.

Ich kann also beeinflussen, in welche Richtung sich mein Kind entwickelt, indem ich ihm einen bestimmten Namen gebe? Ich finde diese Aussage etwas weit hergeholt. Die Persönlichkeit eines jeden Menschen ist einzigartig. Deshalb heißt es ja persönlich. Die Persönlichkeit ist schon von Anfang an in jedem Menschen fest verankert. Man kann durch gewisse Einflüsse die Entwicklung des Menschen ein wenig lenken. Ich glaube aber nicht, dass das alleine durch den Namen beeinflusst wird.

Die Aussage ist ein Beweis dafür, dass es schon in der Antike Vorurteile gab und dass sich das bis in die heute Zeit durch zieht.

Beispiele für „Nomen est omen“

Wenn ein neuer Mitarbeiter zur Arbeit kommt und sich als Herr Wurst vorstellt und in der Pause holt der Herr Wurst dann sein Wurstbrot heraus und isst es, dann könnten die Mitarbeiter aus Spaß „Nomen est omen“ in so einer Situation sagen. Das wäre eine eher lustig gemeinte Beispiel-Variante dieser Aussage.

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