Was bedeutet „rudimentär“? – Erklärung & Beispiel

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Erklärung:

Das Adjektiv rudimentär stellt ein Synonym der Wörter „unzureichend“, „unvollkommen“, aber auch zu „unausgebildet“, „verkümmert“, „zurückgeblieben“, oder „rückgebildet“, dar. Es wird also verwendet, wenn etwas nur (noch) ansatzweise vorhanden ist, und stammt ursprünglich aus der Biologie, wo ein „Rudiment“ die Merkmale der Phylogenese (art- und stammesgeschichtliche Entwicklung von Lebewesen) beschreibt, welche während ihrer Entwicklung gewissermaßen an ursprünglicher Funktion verloren haben.

Beispiel:

Beim Menschen ist das Steißbein ein Rudiment, da es lediglich die Rückbildung einer ehemaligen Schwanzwirbelsäule darstellt. Ein rudimentärer Teil eines Lebewesens, oder einer Pflanze, bedeutet also einen unzureichend entwickelten Teil, welcher aber auch auf natürliche Art und Weise im Laufe der Evolution zurückgebildet worden sein kann, da er seine althergebrachte Funktion nur noch teilweise oder gar nicht mehr besitzt.

Weitere Verwendung:

Außerhalb der Biologie bezeichnet „rudimentär“ auch im übertragenen Sinne menschliches Verhalten und soziale Normen, welche nicht dem eigentlichen Entwicklungsstand entsprechen und somit eingeschränkt sind.
Wer über „rudimentäres Wissen“ verfügt, hat nur zusammenhanglose oder lückenhafte Informationen erfasst, weil sich entweder nicht mehr erinnert werden kann oder die Aktualität des derzeitigen Stands nicht mehr aufgeholt wurde.

Herkunft:

Das Rudiment wird aus dem Lateinischen „rudimentum“ (= Anfang; erster Versuch, oder Probestück) hergeleitet. Im Übrigen sagt man ihnen nach, klassische Evolutionsbelege auszumachen.

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