Was bedeutet „Schweinepass“ beim Reiten? – Aufklärung

Der „Schweinpass“ ist eine fehlerhafte Gangart bei Gangpferden (z.B. bei Isländern). Isländer verfügen neben den drei Grundgangarten (Schritt, Trab und Galopp) noch über zwei weitere, nämlich den Tölt und den Pass. Durch das Fehlen jeglicher Schwebephasen ist der Tölt eine sehr bequem zu sitzende Gangart, die äußerst beliebt ist. Der „Schweinepass“ bezeichnet einen fehlerhaften Tölt. Der Tölt wird beim „Schweinepass“ vollständig zum Pass hin verschoben und ist damit eine unnatürliche Gangart, die für das Pferd zum Ausbilden falscher Muskelgruppen führt. Auf längere Sicht ist das Reiten im Schweinepass für das Tier relativ ungesund.

Ursachen für den “Schweinepass“

Der Schweinepass führt dazu, dass die Pferde steif im Rücken werden und nicht mehr „losgelassen“ laufen können. Einige Ursachen dafürkönnen sein:

  • -schlecht passender Sattel
  • -zu schwerer Reiter
  • – Überforderung
  • – falsche Reitweise

Reitet man nur kurze Zeit im „Schweinpass“ ergeben sich aber keine langzeitigen Folgen daraus.

Kann man den „Schweinepass“ korrigieren?

Hat sich das Pferd erst mal an den „Schweinepass“ gewöhnt, ist es schwer, das Pferd wieder „normal“ zu reiten. Mit schweren Beschlägen, Gewichten und Glocken kann man versuchen, die Gänge zu manipulieren. Generell sollte man aber das Pferd so trainieren, dass es im Rücken wieder loslassen kann.

Dazu ist viel Bodenarbeit, Longenarbeit mit Schlauf- oder Dreieckszügeln und Stangenarbeit gefragt. Funktioniert der Tölt ohne Reiter wieder einwandfrei und kann man das Pferd gut vorwärts/abwärts reiten, dann steht die gleiche Arbeit noch mal unterm Reiter an. Dies sollte man solange machen, bis das Pferd wirklich wieder losgelassen und locker tölten kann.

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