Erklärung und Herkunft:

Dieses Sprichwort hat sicherlich ein jeder schonmal gehört. Das lateinische Zitat stammt ursprünglich vom Feldherrn und Staatsmann Julius Caesar und lässt sich in die deutsche Sprache wie folgt übersetzen: „ich kam, ich sah, ich siegte“.

Er soll diesen kurzen und trockenen, aber treffenden Ausdruck laut Plutarch am 21. Mai 47 v. Chr. in einem Brief an Gaius Matius, einem Freund von ihm, verwendet haben. In diesem Schreiben berichtete er vom Ausgang der Schlacht bei Zela, wo er und seine Veteranen innerhalb von nur vier Stunden die Truppen Pharnakes’ II. von Pontus besiegt hatten.

Verwendung heute und Beispiele:

Bei Musikern

Bei Musikern verschiedener Genres ist Julius Caesar’s Laonie kein unbeschriebenes Blatt. Die Pop-Band Highland oder die französische Sängerin Alizée hatten jeweils Songs und die deutsche Oi-Band KrawallBrüder sogar eine DVD unter gleichnamigem Titel veröffentlicht.

Auch Abwandlungen davon, wie „Veni Vidi Vicious“ (Albumtitel der Band „The Hives“) oder „Venni Vetti Vecci“ (das erste Album des Rappers „Ja Rule“) verhalfen ihren Interpreten dazu, im Gedächtnis zu bleiben.

Slogans

Slogans sind wichtiger Bestandteil einer guten Vermarktung, daher nutzten auch Unternehmen wie Marlboro (im Wappen von Philip Morris auf der Schachtel integriert), Microsoft (ehemalig beim Start von Windows Vista), Apple (auf der Worldwide Developers Conferende, kurz: WWDC, 2006, bekamen die Besucher ein Shirt mit den Worten „veni, vici, codi.“ – „Ich kam. Ich sah. Ich kodierte.“, wobei das Wort „codi“ jedoch nicht real existiert), und Nintendo (auf der deutschsprachigen Homepage zu „veni – vidi – Wiici“ abgewandelt, um die neue Nintendo-Wii zu promovieren) das alte Sprichwort.

In den französischen Kult-Zeichentrickfilmen und Comics „Asterix“, findet „veni vidi vici“ immer wieder Verwendung. So auch in Sieg über Cäsar (1985), wo ein Zenturio nach der Zerstörung ihres Lagers durch die Gallier feststellen musste: „Ich kam, ich sah, ich siegte nicht.“ („Veni, vidi, non vici.“), was wie eine Art Parodie Caesars Zitats zu verstehen ist. Im Nachfolgender kommentierte Caesar die schäbige Ankunft seiner Truppen mit den Worten: „Ich, Cäsar, kam, sah und traute meinen Augen nicht.“

Geschmacklosigkeit von Hillary Clinton

Das uralte Zitat schaffte es sogar in die Politik, als US-Außenministerin Hillary Clinton
den Tod Muammar al-Gaddafi’s mit der Modifikation „We came, we saw, he died“ („Wir kamen, wir sahen, er starb) kommentierte, was international eine sehr starke Kritik an der Politikerin hervorgerufen hatte. Am Ende verlor sie nicht nur wegen dieser Aussage die US-Wahlen gegen Donald Trump.

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