Was glauben die Mormonen? – Entstehung, Regeln usw.

Gründung

Der Gründer Joseph Smith hielt sich für den Auserwählten, als er diese Glaubensgemeinschaft im Jahr 1830 gegründet hatte. Er war der Meinung, dass nur er in der Lage ist, die wahre Kirche wieder zurückzubringen.

Er wollte mehr Anhänger für seinen Glauben bekommen. Um das zu erreichen, brachte er eine Legende in Umlauf. In dieser Legende ging es darum, dass er mit 14 Jahren Erscheinungen von Gott und Jesus wahrgenommen hatte. Laut seiner Geschichte wurde er von Gott beauftragt sich darum zu kümmern, dass die Kirche wieder nach den Ursprüngen der biblischen Lehre existieren soll. Ihm soll gesagt worden sein, dass die anderen christlichen Religionen nicht mehr nach dem eigentlichen Ziel der Bibel leben und arbeiten.

Die Entstehung des Buchs Mormon

Smith verbreitete, dass er einen Stapel mit Goldplatten vom Propheten Moroni erhalten hatte. Dieser soll ihm als Engel erschienen sein. Zudem besaßen die Goldplatten reformägyptische Schriftzeichen, welche erst mit einer besonderen Prophetenbrille gelesen und übersetzt werden konnten. Diese Übersetzung von Smith wurde dann das Buch Mormon, welches das heilige Buch der Mormonen ist. Daneben sind aber immer noch die Bibel und auch andere heilige Schriften in dieser Glaubensgemeinschaft wichtig.

Wachstum der Mitglieder

Die Geschichten von Joseph Smith waren sehr erfolgreich. Er schaffte es allein im ersten Jahr, dass sich 280 Anhänger an ihn und seine neu gegründete “Church of Christ” banden. Die Zahl der Mitglieder dieser Glaubensgemeinschaft wuchs stetig. Nach 10 Jahren gab es schon 17.000 Menschen im Kreis dieser neuen Kirche.
Bis heute sind ungefähr 10 Millionen Menschen Mitglieder in der Kirche der Mormonen. Dabei kann aber gesagt werden, dass auch zahlreiche Abspaltungen vorgenommen worden sind. Eine davon, welche als die Größte bezeichnet wird, ist die “Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage”.

Verbreitung

In den USA befindet sich der Mittelpunkt der Mormonen. Genauer kann hier gesagt werden, dass Salt Lake City weltweit das Zentrum dieser Gemeinschaft ist. Bekannt wurde diese Stadt im Jahr 2002, weil dort die Olympischen Winterspiele durchgeführt wurden. Die Gründung von Salt Lake City erfolgte im Jahr 1848 von Mormonen. Mit Hilfe von Brigham Young und unter dessen Leitung, welcher der Nachfolger von Smith war, konnte diese Stadt von den Mormonen in eine blühende Kulturlandschaft verwandelt werden. Und das obwohl sie vorher eine Salzwüste war, welche sich nicht gerade durch Wirtschaftlichkeit ausgezeichnet hatte.

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Regeln

Ein Mormone muss sich an strenge Verhaltensregeln halten. Sie dürfen keinen Alkohol, keinen Kaffee, Tee oder Zigaretten konsumieren. Der Grund liegt hier im Glauben. Auch war die Polygamie eine Zeit lang gängig bei den Mormonen. Das bedeutete, dass ein Mann mit mehreren Frauen verheiratet sein durfte. Als im Jahr 1890 ein Verbot über diese Vielehe in Kraft getreten ist, hat sich dies dann aber geändert. Daneben sind die Mormonen auch so, dass sie Sex vor der Ehe völlig ablehnen. Das ist aber noch lange nicht alles. Weiterhin ist es üblich, dass ein Zehntel des Einkommens der Kirche gespendet wird.

Werben für diese Glaubensgemeinschaft

Die jungen Mormonen müssen für ihren Glauben werben. Anders ausgedrückt, kann hier auch gesagt werden, dass sie missionieren.
Es ist bei vielen üblich in andere fremde Länder zu reisen um Informationen für diese Religion weltweit zu verbreiten. Dies wird meist nach der Berufsausbildung oder vor dem Studium getätigt. Am erfolgreichsten sind sie in Lateinamerika und Ostasien, da sie hier die meisten neuen Glaubensmitglieder finden. Im Gegensatz dazu gehen die Zahlen der Neumitglieder in den westlichen Industrieländern eher zurück.

Sind Mormonen Mitglieder einer Sekte oder wahre Christen?

Im Glauben der Mormonen heißt es, dass nur sie die Mitglieder der einzigen wahren Kirche sind. Aus diesem Grund halten andere christliche Kirchen die Anhänger für eine Sekte. Auch geheime Tempelrituale bestätigen den Ruf einer Sekte.

In Wirklichkeit haben die Mormonen überhaupt keine Gemeinsamkeiten mit der Kirche aus ihren Anfängen. Es gibt zwar Begriffe aus der Bibel, die auch von Mormonen verwenden werden. Aber diese werden anders definiert und in die Tat umgesetzt.

wichtige Inhalte des Glaubens

Die Mormonen wollen sich immer richtig und dem Glauben entsprechend verhalten. Nur so soll es ihnen ermöglicht werden, sich zu einem höheren und göttlichen Wesen zu verwandeln.
Ein weiterer wichtiger Inhalt des Glaubens ist, dass es eine Zeit gegeben hat, bei der Gott ein Mensch war und auf der Erde existierte.

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