Was ist absolute & relative Häufigkeit? – Erklärung, Beispiele & Video

In der Mathematik und der deskriptiven Statistik wird von einer absoluten und einer relativen Häufigkeit gesprochen. Die absolute Häufigkeit zeigt uns wie oft ein bestimmter Wert innerhalb einer Stichprobe oder einer Gesamtmenge vorkommt. Die relative Häufigkeit setzt diese Häufigkeit in Bezug zu der Stichprobenmenge bzw. Gesamtmenge.

Die absolute Häufigkeit in einer Gesamtmenge oder Stichprobenmenge

Schauen wir uns beispielsweise Wahlen an. Wenn wir die Aussage erhalten, dass 2 Millionen Menschen einen bestimmten Politiker gewählt haben, dann handelt es sich hierbei um die absolute Häufigkeit 2 Millionen. Die absolute Häufigkeit steht für sich allein und erschwert eine Bewertung der Anzahl. Ob 2 Millionen Menschen nun viel oder wenig sind, hängt davon ab wie hoch die Anzahl der wahlberechtigten Personen insgesamt war.

Die relative Häufigkeit –Bezug zur Gesamtmenge oder Stichprobenmenge

Haben 2 Millionen von insgesamt 10 Millionen wahlberechtigten Personen den bestimmten Politiker gewählt, so beträgt die relative Häufigkeit 2 Millionen von 10 Millionen, also 20 %. Waren es 2 Millionen Menschen von insgesamt 4 Millionen wahlberechtigten Personen, so beträgt die relative Häufigkeit 50 %. Erst die relative Häufigkeit gibt uns die Möglichkeit die absolute Häufigkeit zu bewerten und einzuordnen.

Wie können absolute und relative Häufigkeiten berechnet werden?

Gehen wir von dem Beispiel aus das ein Unternehmen von seinen insgesamt 1.000 Kunden erfasst, wie viele sich für eines von 3 Angeboten (Angebot 1, Angebot 2, Angebot 3) entschieden haben. Die Anzahl der Kunden ist dabei die absolute Häufigkeit.

  • 210 von 1.000 Kunden haben sich für das Angebot 1 entschieden. Dies entspricht einer kumulierten Häufigkeit von ebenfalls 210 und einer relativen Häufigkeit von 21 %. Auch die kumulierte relative Häufigkeit beträgt 21 %.
  • 590 von 1.000 Kunden haben sich für Angebot 2 entschieden. Dadurch ergibt sich eine kumulierte Häufigkeit von 800 (diese Zahl erklärt sich da sich 210 Kunden für das Angebot 1 und 590 Kunden für das Angebot 2 und somit gegen Angebot 3 entschieden haben). Für Angebot 2 ergibt sich eine relative Häufigkeit von 59 % und eine kumulierte relative Häufigkeit von 80 %.
  • 200 von 1.000 Kunden haben sich noch für Angebot 3 entschieden. Die kumulierte Häufigkeit liegt dabei bei 1.000. Die relative Häufigkeit beträgt 20 % und die kumulierte relative Häufigkeit logischer Weise 100 %.

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