Fällt das Wort „Anarchie“, entsteht in den Köpfen der Menschen ein Bild einer Welt, in der Chaos und Gewalt herrscht. Doch ist es das wirklich?

Die Bedeutung von Anarchie

Im Altgriechischen bedeutet es Herrschaftslosigkeit. Es ist also lediglich die Bezeichnung für eine Gesellschaft, in der keine zentrale Gewalt vorherrscht. Negativ gesetzt wird es vor allem durch die Medien, die das Wort eben genau mit einem chaotischen Zustand ohne Regeln und Normen aufzeigen. Doch für diesen Sachverhalt gibt es ein anderes Wort, und zwar die Anomie.

Anarchisten streben eine Gesellschaft an, die nicht von einer Herrschaft von oben reguliert wird, in der es keine Hierarchie und Gesellschaftsschichten gibt. Denn sie denken, dass die Gewalt eben genau von dieser oberen Macht ausgeht. Es gibt sehr wohl im anarchistischen Gedankenmodell Regeln und Normen. Werden diese gebrochen gibt es aber keine negative Sanktion von der Herrschaft aus, weil diese eben nicht vorhanden ist, sondern von der Gesellschaft selber.

Die Menschen kommen selber für ihren Lebenserhalt auf, entweder alleine oder in der Gemeinschaft. Es wird nur dann gearbeitet, wenn Bedarf danach ist. Somit wird sichergestellt, dass keine überflüssige Arbeit entsteht und somit unnütze Arbeitszeit. Alles wird gleich verteilt.

Das Symbol für Anarchie ist das A, das in einen Kreis gesetzt wird.

Wie der Begriff negativ gesetzt wurde

Schon im Altertum wurde von einem Gedankenmodell gesprochen, dass der Anarchie gleichgesetzt wird, doch der Begriff existierte in seiner heutigen Form nicht. Erst einige Jahrhunderte später fand man erste Aufzeichnungen in den Lexika. Damals wurde der Begriff noch sehr neutral gehalten und eben nicht abwertend wie heutzutage. Die erste negative Belegung des Begriffes Anarchie fand zur Zeit der Französichen Revolution statt.

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