Was ist Blockunterricht in der Berufsschule? – Aufklärung

Der Unterricht an der Berufsschule gehört genauso wie die praktische Ausbildung im Betrieb zu einer Berufsausbildung. Die Berufsschule ist verpflichtend für Auszubildende die in einem Arbeitsverhältnis stehen. Dort wird allgemeines und fachliches Wissen zur beruflichen Qualifizierung gelehrt.

Den Blockunterricht gibt es vor allem in Ausbildungsberufen mit geringer Schülerzahl. Es werden die Berufsschüler regional, bundes- oder landesweit zusammen gefasst. Wer sich für eine duale Berufsausbildung entscheidet, wird im Laufe der Ausbildung mit einer solchen Form des Unterrichts konfrontiert.
Der Blockunterricht ist ein Unterricht, der in zusammenhängenden Blöcken absolviert wird.
Es bedeutet, dass alle zwei bis drei Wochen oder Monate die Ausbildung im Betrieb pausiert wird und stattdessen Unterricht in der Berufsschule stattfindet. Die Auszubildenden können in diesem Zeitraum nur durch eine Sondergenehmigung freigestellt werden.

Der Vorteil des Blockunterrichtes ist ein umfangreicheres Themengebiet oder ein längeres Projekt ohne Unterbrechung durchnehmen zu können. Den Auszubildenden bleibt der Lehrstoff auf diese Weise präsenter, als wenn längere Pausen dazwischen sind. Der gelehrte Schulstoff muss nicht so oft wiederholt werden, da er noch frisch im Gedächtnis ist. In der Schule geht es jedoch nicht nur theoretisch zu. Es wird auf die gemeinsame Arbeit an Projekten großen Wert gelegt. Umfangreiche Gruppenarbeiten können im Team bearbeitet werden.
Ein weitere Vorteil ist, dass sich die Auszubildenden während des Blockunterrichtes voll und ganz der Berufsschule widmen können und während seiner Zeit im Ausbildungsbetrieb sich komplett auf die praktische Ausbildung konzentrieren kann.

Ein Nachteil ist, dass zu viel Unterrichtsstoff auf einmal gelehrt wird und die Unterrichtseinheiten pro Tag sehr lang sind.
Der Ausbilder im Betrieb sieht nicht, auf welchem theoretischen Kenntnisstand der Auszubildende ist.
Während der Zeit im Blockunterricht können Sie keinen Urlaub nehmen.
Falls Sie ein volljähriger Auszubildender/e sind, ist es generell möglich, dass Sie nach dem Blockunterricht noch im Betrieb eingesetzt werden können. Die Zeit, die Sie im Blockunterricht verbringen, wird Ihnen auf Ihre Arbeitszeit im Betrieb angerechnet. Es wäre nur nicht zumutbar für Sie, wenn Sie von der Schule bis zu Ausbildungsstätte noch eine langen Weg zurückzulegen müssten. Es ist nämlich erlaubt, dass Sie pro Tag bis zu zehn Stunden im Betrieb eingesetzt werden können. Vorausgesetzt, Sie bekommen innerhalb von sechs Monaten einen Ausgleich.

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