Was ist das Optimumprinzip? – Erklärung & Beispiel

Definition Optimumprinzip

Vom Optimumprinzip wird dann gesprochen, wenn zwischen Mitteleinsatz und Güterertrag ein möglichst günstiges Verhältnis erzielt wird. Es gilt, den Einsatz der Mittel zu optimieren. Das Optimumprinzip wird auch Extremumprinzip genannt. Beim Optimumprinzip werden Minimalprinzip und Maximalprinzip miteinander verknüpft. Sowohl Mitteleinsatz als auch Ziel variieren. Eine Überprüfung erfolgt anhand von Wirtschaftlichkeit, Rentabilität und Produktivität.

Die Wirtschaftlichkeit ist das Verhältnis von aufgewendeten Mitteln oder Kosten zu erbrachten Leistungen. Sie sollte einen Betrag über 1 annehmen, da dann die Erträge höher sind als die Aufwendungen. Mit Rückschlüssen auf die Ergiebigkeit eines Produktionsvorgangs können Aussagen über die Produktivität getroffen werden. Die Produktivität zeigt das Verhältnis von Ausbringungsmenge zur Einsatzmenge der Produktionsfaktoren auf. Die Rentabilität zeigt sich im prozentualen Anteil des erzielten Gewinns oder Verlusts zum eingesetzten Kapital und verdeutlicht die Verzinsung des investierten Kapitals.

Minimumprinzip, Maximumprinzip

Da beide Prinzipien in das Optimumprinzip einfließen, werden sie mit erwähnt.

Das Minimumprinzip: Aufwand (Input) minimieren, Ergebnis (Output) konstant halten

Das Maximumprinzip: Aufwand (Input) konstant, Ergebnis (Output) maximieren

Beispiele:

1. Minimalprinzip: Aufwand minimieren, Sparsamkeitsprinzip

  • Ziel: mit möglichst wenig Benzin (Input) nach X (Output) zu fahren
  • Alternative A: Menge M = 50 Liter Benzin
  • Alternative B: Menge N = 55 Liter Benzin
  • Ergebnis: Alternative A

2. Maximalprinzip: Ergebnis maximieren, Ergiebigkeitsprinzip

  • Ziel: mit 50 Liter Benzin (Input) eine möglichst große Strecke (Output) fahren
  • Alternative A: 500 km Fahrstrecke
  • Alternative B: 550 km Fahrstrecke
  • Ergebnis: Alternative B

3. Extremumprinzip (Optimumprinzip):

  • Ziel: Erreichen eines optimalen Verhältnissen von zurückgelegte Strecke und verbrauchtem Benzin
  • Alternative A: 500 km Fahrstrecke mit 50 Litern Benzin
  • Alternative B: 600 km Fahrstrecke mit 55 Liter Benzin
  • Ergebnis: Alternative B; Die Effizienz aus dem Quotient von Ergebnis und Aufwand ist größer als bei A

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