Was ist das Stockholm Syndrom? – Erklärung

Man sollte eigentlich meinen, dass Menschen, denen etwas Schlimmeres widerfahren ist, ein sehr schlechtes Verhältnis zu wiederum jenen Menschen haben, die ihnen das angetan haben. Das Stockholm-Syndrom beschreibt aber exakt das gegenteilige Symptom: Die Opfer von Straftaten, Geiselnahmen oder Entführungen haben ein äußerst positives Verhältnis zum Täter.

Deshalb entsteht das Stockholm Syndrom

Es wird vermutet, dass das Stockholm Syndrom eher aus der Not heraus entsteht und in der Psyche der Opfer eine Art Schutzmechanismus ausgelöst wird. Erscheint ihnen ihre Lage aussichts- und alternativlos, so sympathisieren sie mit dem Täter. Denn es bleibt ihnen auch nichts anderes übrig.

Auch nach der Rettung oder Befreiung fällt es den Opfern oft noch schwer, etwas Böses über den Täter zu denken und sie nehmen ihn sofort häufig in Schutz. Die Psyche versucht damit auch eine schlimme Tat etwas weniger schlimm wahrnehmen zu wollen, indem sie Mitgefühl und Verständnis zeigt.

Weitere Ursachen des Stockholm Syndrom

Manche Opfer haben ein geringes Selbstwertgefühl und neigen dazu, innerhalb weniger Tage durchaus zu finden, dass sie eine bestimmte Tat verdient hätten. sie finden, dass ihnen eine gewisse Strafe, z.B. eine Vergewaltigung oder eine Geiselnahme, zustand und können daher den Täter gut verstehen.

Das Stockholm Syndrom ist eine schwere psychische Erkrankung und benötigt immer professionelle Hilfe.

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