Was ist der Bruttoerlös? Aufklärung & Berechnung, Beispiel

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Der Bruttoerlös ist der Rohgewinn ohne Abzüge. Wo die Unterschiede zum Erlös liegen und wie Bruttoerlös I und Bruttoerlös II berechnet werden.

Was ist der Bruttoerlös?

Als Bruttoerlös oder Bruttoertrag wird der Rohgewinn ohne Abzüge bezeichnet. Die Differenz zwischen den Umsatzerlösen und dem Waren- bzw. Materialeinsatz wird als Bruttoerlös bezeichnet. Weitere Synonyme sind etwaRohgewinn oder Bruttomarge.
Der Bruttoerlös kann für alle Arten von Produkten berechnet werden. Er kann auf Stücke, Artikel, Artikelgruppen oder ganze Warenbereichsspannen angewendet werden, wobei die Summe aller Stückspannen den Betriebsrohbetrag bzw. die Betriebshandelsspanne ergibt.

In der Wirtschaftslehre unterscheidet man zwischen Bruttoerlös bzw. Rohgewinn I und Rohgewinn II. Der Rohgewinn II sind die Umsatzerlöse minus Wareneinsatz. Um den Rohgewinn II zu erhalten, werden vom Rohgewinn I die Warenbezugskosten oder Anschaffungskosten abgezogen. Das sind die sonstigen Kosten, die in Verbindung mit der Beschaffung der Waren stehen, etwa Porto- oder Verpackungskosten.

Unterschied zwischen Bruttoerlös und Erlös

Immer wieder tauchen die Begriffe Bruttoerlös und Erlös im selben Kontext auf. Es handelt sich jedoch um unterschiedliche Begriffe, die verschiedene Bedeutungen haben. Der Bruttoerlös bezeichnet den Rohgewinn ohne Abzüge. Im Unterschied dazu bezeichnet der Erlös den reinen Gewinn vor Abzug von Waren- und Materialeinsatz. Beide Varianten lassen sich ohne großen Aufwand berechnen. Im folgenden erklären wir anhand einer Beispielrechnung, wie Bruttoerlös I und Bruttoerlös II berechnet werden.

Bruttoerlös: Beispielrechnung

Der Bruttoerlös wird berechnet, indem die Differenz zwischen den Umsatzerlösen und dem Waren- bzw. Materialeinsatz ermittelt wird.

Der Rohgewinn lässt sich anhand einer einfachen Formel berechnen:

Rohgewinn I = Umsatzerlöse – Wareneinsatz

Auch für den Rohgewinn II gibt es eine einfache Formel, für welche der Rohgewinn I benötigt wird:

Rohgewinn II = Rohgewinn I – sonstige Kosten

Der Rohgewinn wird berechnet, indem die Aufwendungen vom erzielten Umsatz abgezogen werden. Mit Aufwendungen sind beispielsweise Warenkosten oder Materialkosten gemeint. Um den Rohgewinn II zu erhalten, müssen nur noch die sonstigen Aufwendungen abgezogen werden.

Ein Beispiel: Das Unternehmen verkauft Waren und generiert dadurch Umsätze. Zugleich kommt es infolge dessen zu Materialaufwandskosten, denn es müssen Rohstoffe oder Betriebsstoffe beschafft werden. Wird nun die Differenz aus den erzielten Umsätzen und dem Materialaufwand berechnet, ergibt sich der Rohertrag. Dabei handelt es sich um den verbleibenden Gewinn. Er wird für die sonstigen Kosten, zum Beispiel Personalaufwendungen, verwendet. Soll nun der Rohbetrag II berechnet werden, müssen vom Rohbetrag I bzw. Bruttoerlös I die sonstigen Kosten abgezogen werden.

Fazit: Der Bruttoerlös ist eine absolute betriebswirtschaftliche Kennzahl, die eine wichtige Bedeutung im Rechnungswesen hat. Er bezeichnet den Erlös vor allen Abzügen.

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