Was ist der kategorische Imperativ? – leichte Erklärung, Beispiele

Der kategorische Imperativ gehört zu der Philosophie Immanuel Kants, die wie folgt lautet: „Handel so, dass die Maxime, also dass die subjektive Verhaltensregel, deines Willens immer auch ein Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung sein könnte.“ Die Philosophie Kants zeigt den kategorischen Imperativ als oberste Anweisung zum Handeln, als höchstes moralisches Prinzip.

Diese Formel stammt aus dem Jahre 1788 aus dem Werk „Kritik der praktischen Vernunft“.
Der kategorische Imperativ wurde bereits 1785 in der „Grundlegung zur Metaphysik der Sitten“ entwickelt, und beschreibt weiters: „Handel so, als ob die Maxime der Handlung mit Hilfe deines Willen zum allgemeinen Naturgesetze werden kann.“
Und auch: „Handel immer so, dass du die Menschen in deiner Person, wie auch in der Person eines jeden anderen als Zweck brauchst und niemals nur als Mittel.“

Das Sittengesetz als Vorgabe zur Handlung

Nur derjenige, der nicht von sinnlichen Gründen agiert, handelt moralisch. Die Pflicht folgt dem Sittengesetz. Ausschließlich dann handelt der Mensch autonom, also selbstbestimmt und rational. Für Immanuel Kant ist Freiheit die Basis der Moral. Dies bedeutet Gehorsam gegen das selbst vorgeschriebene Sittengesetz, welches mit seinem eigenen Gewissen vereinbart.

Der Imperativ heißt „Kategorisch“, weil er uneingeschränkt gilt. Hingegen hypothetische Imperative stehen unter einer Bedingung, dass, wenn man etwas tun möchte, zuvor etwas anderes tun muss. Dieser allgemeine kategorische Imperativ verpflichtet jeden Menschen und wird zum Maßstab der Sittlichkeit.“ Eine sittliche Handlung geschieht nur dann, wenn der Mensch sich an verallgemeinerungsfähige Grundsätze, also Maxime hält.„

Edle Gefühle verbannen – Die Ansicht der Kritiker

Kritiker sehen in den Aussagen Kants einen Rigorismus und eine Gesinnungsethik, welche nicht das Gute verwirklicht, und sich nicht um die Folgen des Handelns kümmert.

Für Kant allerdings ist das moralische Wollen nicht nur ein Wunsch, sondern es sollten alle Mittel eingesetzt werden, die der Handelnde zur Verfügung hat. Friedrich Schiller, der von 1759–1805 lebte kritisierte Immanuel Kant sehr hart und warf ihm eine unmenschliche Verbannung edler Gefühle und Neigungen vor. „Gerne diente ich meinen Freunden, doch dies tat ich leider nur mit Symphatie. Deshalb ärgert es mich, dass ich nicht tugendhaft bin.“

Aus Kants Sicht handelt jedoch nur derjenige unmoralisch, der seinen Freunden hilft, und dem die Not der Anderen völlig egal ist. Neigungen, also Sympathien begleiten die sittlichen Handlungen dürfen diese jedoch niemals motivieren. Denn sonst hänge die Moral von wechselhaften empirischen Launen ab.

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