Was ist der Primäre Sektor? – Erklärung & Beispiel

Knapp und verständlich definiert

Die Tätigkeit eines Unternehmens wird durch den primären Sektor klassifiziert. Der primäre Sektor liefert die Rohstoffe, dadurch steht er am Anfang der Wertschöpfungskette. Des Weiteren zählen zum primären Sektor Edelmetalle und Produkte aus Land- und Forstwirtschaft.

Durch ihn wird die Zugehörigkeit eines Unternehmens in einen spezifischen Sektor der Wertschöpfungsprozesse innerhalb der Volkswirtschaftslehre bestimmt. Die Zuweisung in die Sektoren erfolgt anhand der Drei-Sektoren-Hypothese, die sich an den zeitlichen Ablauf des Produktionsprozesses hält. Dabei steht der primäre Sektor, wie der Begriff es schon annehmen lässt, ganz am Anfang der Wertschöpfungskette. Er liefert die Rohstoffe an den sekundären Sektor, der zum tertiären Sektor (dem Handel, der Beratung oder der Dienstleistung) führt.

Ein ehemaliger Kernsektor, dessen Bedeutung für die Wirtschaft sinkt

Traditionell hatten die Rohstoffförderung und auch die Landwirtschaft eine äußerst hohe Bedeutung für ganze Regionen. Im Jahr 1950 waren 24,5% der Beschäftigten im primären Sektor angestellt. Fast jeder vierte arbeitete im primären Sektor. Im Jahr 1975 waren es nur noch 6,6%. Die Folge der Industrialisierung, denn die meisten arbeiteten nun für die Industrie oder im Dienstleistungsgeschäft.

Heute sind es nur 1,5% Arbeitnehmer, die im primären Sektor beschäftigt sind.

Gründe für die stetig sinkende Zahl der Beschäftigten in dem Sektor gibt es viele. Aber vor allem liegt es daran, dass nicht mehr so viele Arbeitnehmer benötigt werden. Neueste Landwirtschaftsmaschinen ersetzen die menschliche Arbeit und fahren damit auch noch größere Ernten ein.

Die sinkenden Zahlen der Arbeitnehmer in der Rohstoffförderung ist durch den Bedeutungsverlust der Kohle zurückzuführen. In Deutschland, wie auch in anderen Ländern, wird diese kaum noch nachgefragt. Seit den 90er-Jahren wird auf erneuerbare Energien gesetzt, dadurch Bedarf es nicht mehr der starken Kohleförderung.

Die Volkswirtschaft auf dem Weg zum Fortschritt – Technologieniveau

Mit dem primären Sektor wird nur eine geringe Wertschöpfung erzielt, dadurch würde die Volkswirtschaft kaum Fortschritte erzielen. Deshalb geht der Wandel in Richtung Dienstleistungs- sowie Wissensgesellschaft, mit der wesentlich höhere Gewinne eingefahren werden können, die die Fortschrittlichkeit der Volkswirtschaft steigern.

Dadurch werden auch die Länder in Kategorien gefasst.

Entwicklungsländer haben einen starken primären Sektor, können mit ihm aber keine hohen Gewinne erzielen. Schwellenländer haben einen geringeren primären Sektor, stehen eine Stufe über den Entwicklungsländern und können es zur Industrievolkswirtschaft bringen. Der primäre Sektor ist entscheidend für das Bruttoinlandsprodukt und gibt Aussage darüber, wie gut es dem Land geht.

Ausschlaggebendes Merkmal für eine autonome Volkswirtschaft

Rohstoffe sind aber auch sehr wichtig für die Länder, denn durch sie spiegelt sich der Einfluss der Länder wider. Haben Länder keine eigenen Rohstoffe, sind sie auf andere Länder angewiesen und von ihnen abhängig. Dadurch wird heutzutage dem primären Sektor wieder mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Es wird darauf vermehrt darauf geachtet, dass die eigene Rohstoffversorgung aufrecht erhalten bleibt.

Kennzeichen des primären Sektors

  • …Rohstoffgewinnung
  • …notwendige Grundgüter werden für die Volkswirtschaft erzeugt
  • …Indikator für die Fortschrittlichkeit der Volkswirtschaft

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