Was ist die OPEC? – Erklärung, Organe & Funktionen

Definition OPEC

Die OPEC ist eine 1960 gegründete Organisation Erdöl produzierender Länder mit Sitz in Wien. Zurzeit gehören dem Kartell dreizehn Staaten an: Algerien, Angola, Ecuador, Gabun, Iran, Irak, Kuwait, Libyen, Nigeria, Katar, Saudi-Arabien, Venezuela und die Vereinigten Arabischen Emirate. Indonesien ist 2016 aus der Organisation ausgetreten. Zu den zehn größten Erdölförderen der Welt gehören die OPEC-Mitglieder Saudi-Arabien, Kuwait, Iran, die Vereinigten Arabischen Emirate und Iran. Die OPEC-Mitgliedsstaaten besitzen über 3/4 der weltweiten Ölreserven und fördern ungefähr 40 % der gesamten Erdölproduktion.

Ziel und geschichtliche Preisentwicklung

Das Ziel der OPEC ist eine gemeinsame Preis- und Mengenpolitik gegenüber den multinationalen Erdölgesellschaften, um die Exporterlöse zu steigern. In den 70-iger Jahren stieg der Ölpreis auf über 30 Dollar pro Barrel (159 l). Seit 1980 nahm der Einfluss der OPEC-Länder abgenommen, da die Industriestaaten ihre Ölabhängigkeit vermindern konnten. Das Angebot an Nicht-OPEC-Staaten nahm zu. Eine Produktionsausweitung Anfang 1986 durch Saudi Arabien führte zu einem Sturz der Weltmarktpreise auf unter 10 Dollar. Seit 2003 wurde der Ölpreis stark durch den Irakkrieg geprägt. Der Ölpreis lag zu diesem Zeitpunkt zwischen 24 und 34 US-Dollar. Bis 2008 stieg der Ölpreis auf seinen Höchststand von 147 US-Dollar. Durch die Finanzkrise 2009 sank der Ölpreis wieder unter 50 Dollar pro Barrel.

Die Organe der OPEC

Die obersten Organe der OPEC sind:

  • die Ministerkonferenz
  • der Rat der Gouverneure
  • das Sekretariat

Darüber hinaus gibt es noch den Generalsekretär, einen Rechtsbeirat und einen Internen Auditor als Rechnungsprüfer.

Autor(in) des Artikels:

mm
Hat Wirtschaftswissenschaften an der Universität Kassel studiert.Einzelunternehmer seit Mai 2006 & Chefredakteur von Uni-24.de

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