Was ist die Pareto Regel (80 20 Regel)? – Erklärung & Beispiel

Definition Pareto Regel

Die Paretoregel oder 80-20-Regel sagt aus, dass 80 % eines Effektes von 20 % der Ursachen erzeugt werden. Sie wird zur Analyse von Daten verwendet. In der Pareto Analyse werden die Ursachen quantifiziert. Die wichtigsten und häufigsten Ursachen werden sichtbar. In Verbindung mit der Ishikawa Analyse werden die Daten des Problems verdeutlicht. Das Pareto Diagramm wird bei Daten verwendet, die sich in Kategorien strukturieren lassen. Daran orientieren sich die Lösungsmaßnahmen der 80-20-Regel. Die Pareto-Analyse beginnt mit der Sammlung der Daten. Die Ursachen werden anhand ihrer Häufigkeit absteigend sortiert und den Wirkungen gegenübergestellt.

Prinzip

  1. 20 % Aufwand —> 80 % Ertrag
  2. 80 % Aufwand —> 20 % Ertrag

Das Prinzip wird heute in der ganzen Welt genutzt. In der Wirtschaft lässt es sich auf viele Fälle übertragen.

  • 20 % der Kunden erzeugen 80 % des Umsatzes.
  • 20 % der Angestellten erwirtschaften 80 % des Gewinns.
  • 20 % der Zeit wird für 80 % der Aufgaben benötigt.
  • 20 % der Produkte erzeugen 80 % der Verkäufe.

Mathematische Hintergründe

Liegt bei einer Verteilung eines Wertes eine genügend große Anzahl von Teilen vor, so gibt es einen Prozentwert k zwischen 50 und 100, sodass k % des Wertes sich auf (100 – k) % aller Teile verteilt. Ist k = 50, so liegt eine gleichmäßige Verteilung vor. Nimmt k einen sehr großen Wert an, beispielsweise k = 99, so verteilen sich 99 % des Wertes auf nur 1 % der Teile. Hingegen ist dann 1 % des Wertes auf 99 % der Teile verteilt.

Bei Pareto nimmt man k = 80 an. Allerdings verbucht die 80/20 Regel für sich keine statistische oder mathematische Genauigkeit. Sie besagt nur, dass sich die Werte nicht gleichzeitig auf Teile verteilen.

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Wer war Vilfredo Pareto?

Pareto war ein italienischer Ökonom, Ingenieur, Soziologe und Philosoph und lebte von 1848 – 1923. Die Erkenntnisse von Pareto sind mit ausschlaggebend in der Entwicklung der Mikroökonomie und der Wohlfahrtsökonomik. Ebenso sind die Pareto-Effizienz und das Pareto-Optimum bekannt. Das Pareto-Optimum ist in spieltheoretischer Sicht genau dann erreicht, wenn kein Teilnehmer besser gestellt wird, ohne den anderen schlechter zu stellen.

 

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