Was ist ein Ausgeglichener Staatshaushalt? – Definition & Beispiel

Nicht nur Unternehmen und Privatpersonen haben Einnahmen und Ausgaben, auch Staaten können diese verbuchen, allerdings in einer größeren Höhe. Während der Staat über Steuern Einnahmen verzeichnen kann, hat er auch hohe Ausgaben für das Sozialsystem oder auch die Bildungspolitik.

Ein Staathaushalt gilt dann als ausgeglichen, wenn die Einnahmen der Ausgaben entsprechen und der Staat keine Vorkosten für mehr Ausgaben übernehmen müsste. Sobald die Ausgaben die Einnahmen übersteigen, dann ist dies ein Haushaltsdefizit. Passiert das in mehreren Haushaltsjahren, dann entsteht durch dieses Defizit eine Staatsverschuldung, die zur Zeit in weitreichendes Problem in vielen Ländern ist.

Wodurch entstehen die Einnahmen und Ausgaben?

Wie jeder andere auch, hat der Staat immer wieder Einnahmen und Ausgaben. Diese lassen sich in bestimmten Kategorien festlegen.

Steuern und Abgaben: Diese Einnahmequelle kommt zustande, da in jedem Staat die unterschiedlichsten Steuern erhoben werden. Nicht alle Einwohner sind von jeder Steuer betroffen, aber die Einkommensteuer oder auch die Mehrwertsteuer ist für jeden verbindlich. Dabei kann der Staat fest mit diesen Einnahmen rechnen.

Investitionen: Tätigt der Staat eine Investition, dann ist dies eine Ausgabe, die aber auch über einen längeren Zeitraum erfolgt. Sie werden zum Beispiel für die Armee, das Bildungssystem oder auch die Instandhaltung der Infrastruktur getätigt.

Konsum: In diesem Fall wird der Begriff Konsum aus wirtschaftlicher Sicht betrachtet, denn auch der Staat verbraucht Geld, wenn er Lehrer, Beamte und Angestellte des Staates finanzieren muss.

Sind diese Einnahmen und Ausgaben ausgeglichen, dann ist der Staatshaushalt ausgeglichen und der Staat muss sich nicht zusätzlich über Anleihen oder Kredite finanzieren.

Wie sinnvoll ist ein ausgeglichener Staatshaushalt aus ökonomischer Sicht?

Der Staatshaushalt ist ein hitzig umstrittenes Thema. Steigt die Verschuldung auf mehr als 100% des Bruttoinlandsproduktes, dann droht der Bankrott des Staates. Daher sind Neuverschuldungen immer gut zu überlegen. Muss allerdings ein Kredit aufgenommen werden, dann werden auch noch Zinsen bei der Rückzahlung fällig. Somit kann der Staat auch, wenn sein Haushalt ausgeglichen ist, dadurch wieder in eine Verschuldung geraten. Die Folge wäre, dass wieder Kredite genommen werden müssten, die wiederum Zinsen fordern. Schon heute sind sehr viele Staaten bekannt, die einen Großteil des Haushaltes in diese Zinsen investieren müssen und damit an einer anderen Stelle Einsparungen erfolgen müssen. Somit wäre ein ausgeglichener Haushalt von vornherein sinnvoll, dass keine Kredite aufgenommen werden müssen.

Auf der anderen Seite kann eine hohe Investition, die den Staat zunächst verschulden lässt, auf Dauer zu mehr Steuereinnahmen führen kann. Auch wenn dafür eine Kredit notwendig würde, könnte man die Wirtschaft besser in der Entwicklung vorantreiben. Dieser Effekt ist schon mehrmals belegt wurden, aber die kann nur funktionieren, wenn der Haushalt entsprechend geplant wurde und auch keine zusätzlichen Posten dazukommen.

Überblick

In einem ausgeglichenen Staatshaushalt sind alle Einnahmen und Ausgaben eines Staates im Gleichgewicht, damit keine Verschuldung entsteht. Ob er allerdings bezüglich der wirtschaftlichen Entwicklung von Nutzen ist, ist stark umstritten.

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