Was ist ein Baudarlehen? – Erklärung & Beispiel

Ein Baudarlehen ist ein von Privatpersonen aufgenommener Kredit zur Finanzierung einer Immobilie. In der Regel verfügt es über einen hohen Kreditbetrag, eine lange Laufzeit und verhältnismäßig niedrige Zinsen.

Aufnahme eines Baudarlehens

Baudarlehen werden üblicherweise für Laufzeiten zwischen 10 und 30 Jahren aufgenommen. Dabei gilt, dass der Kreditnehmer den Kreditbetrag nur zur Deckung der eigentlichen Baukosten verwenden darf. Diese Zweckbindung ist ausdrücklich im individuellen Kreditvertrag geregelt. Baudarlehen zeichnen sich durch sehr hohe Kreditbeträge und eine verhältnismäßig niedrige Effektivverzinsung aus. Dies liegt daran, dass die Immobilie gleichzeitig als Kreditsicherheit verwendet wird. Hinzu kommt, dass die Bank von seinen Kunden einen Eigenanteil an den Baukosten in Höhe von rund 20 bis 30 Prozent verlangt.

Kündigung eines Baudarlehens

Ein Baudarlehen ist in der Regel mit einer etwa 5 bis 15 Jahren dauernden Zinsbindung ausgestattet. Das bedeutet, dass sich der Zinssatz während dieses Zeitraums nicht ändern kann. Eine Kündigung impliziert, dass die gesamte Restschuld beglichen werden muss. Üblicherweise ist dies nur möglich, wenn die Immobilie veräußert oder eine Umschuldung durchgeführt wird. Eine Kündigung während der Zinsbindungsspanne ist wie folgt möglich:

  • Nach 10 Jahren: nach einer Kündigungsfrist von 6 Monaten stets kündbar
  • Vorzeitige Kündigung: Sonderkündigungsrecht beim Verkauf der Immobilie oder bei einer bankseitigen Ablehnung einer Kreditausweitung, verpflichtende Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung

Baudarlehen – Übersicht

  • Zur Finanzierung des Baus einer Immobilie
  • Hohe Kreditsummen, lange Laufzeiten, geringe Effektivzinsen (wegen Sicherheiten)
  • Konstanter Zins während Zinsbindungsspanne

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