Was ist ein Beleihungswert? – Erklärung & Beispiel

Die Berechnung des Beleihungswertes einer Immobilie wird zur Ermittlung der Kreditsicherheit durchgeführt. Er ist jener Wert, der durch einen Verkauf des Objekts erzielt werden kann, abzüglich eines Sicherheitsabschlages.

Berechnung des Beleihungswertes

Planen Privatpersonen eine Immobilie zu errichten, benötigen sie in den meisten Fällen einen Kredit. Dabei dient diese in der Regel als Kreditsicherheit, wobei die Bank auch einen gewissen Eigenkapitalanteil verlangt. Die Höhe dieses Betrags hängt von dem Beleihungswert der Immobilie ab, wobei dieser wie folgt ermittelt werden kann:

  • Vergleichswertverfahren: Vergleich von Kaufpreisen ähnlicher Immobilien
  • Sachwertverfahren: Summe aus Bodenwert und Bauwert (Material, Arbeitsaufwand etc.), meist bei Ein- und Zweifamilienhäusern
  • Ertragswertverfahren: baut auf dem Sachwert auf, durch ordnungsgemäße Bewirtschaftung erzielbarer Ertrag

Je höher der Beleihungswert, desto höher ist der von der Bank als Kreditsicherheit akzeptierte Immobilienwert. Um Wertschwankungen und Fehler in der Kalkulation zu berücksichtigen, zieht die Bank eine 15- bis 20-prozentige Risikopauschale vom errechneten Wert ab.

Beispiel zur Berechnung des Beleihungswertes

Ein Bauherr möchte eine Immobilie errichten, die gemäß Kostenvoranschlag 400.000 Euro kosten wird. Seine Bank berücksichtigt eine Risikopauschale von 20 Prozent, was bedeutet, dass der Beleihungswert 80 Prozent des Sachwertes ausmacht. Folglich kann der Bauherr nur einen Kredit in Höhe von 320.000 Euro aufnehmen und muss die restlichen 80.000 in Form von Eigenkapital finanzieren.

Beleihungswert – Übersicht

  • Wert einer Immobilie, der als Kreditsicherheit akzeptiert wird
  • Sachwert, Vergleichswert, Ertragswert
  • Berücksichtigung eines Sicherheitsabschlages

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