Was ist ein Bestimmungsort bei einer Lieferung? – Erklärung

Kurz und Knapp gesagt ist der Bestimmungsort ein geographisch festgelegt Ort, an dem die Lieferung des Verkäufers als erfüllt bezeichnet wird. Oftmals wird diese Bestimmungsort unterschiedlich festgelegt und definiert, da es unterschiedliche Gefahren gibt. Beispiele sind „frei Haus“, „ab Fabrik“ oder auch „bis Bordsteinkante“.

Besonders die Verteilung der Kosten für die Lieferung spielen hier eine große Rolle. Dies gilt sowohl für Geschäfte innerhalb Deutschlands sowie globale Geschäfte. Beim letztgenannten gibt es einfache Definitionen über den Bestimmungsort, die in der INCOTERMS wie folgt festgelegt sein können:

Bestimmungsort „ab Fabrik“ bzw. EXK (ex-works)

Bei diesem Bestimmungsort geht die Gefahrenübergabe bereits beim verlassen des Herstellungsortes an den Käufer über. Das Transportrisiko sowie die Kosten trägt also der Käufer allein. Zu beachten ist, dass der Käufer sich auch um die Verzollung kümmern muss.

Bestimmungsort „frei Haus“

Dieser Bestimmungsort ist der bekannteste und auch der übliche, wenn es um Geschäfte mit Privatkunden geht. Gefahrenübertragung findet erst mit Zugang der Ware beim Endkunden statt.

Bestimmungsort „free on board“

Hier ist der Gefahrenübergang oftmals auf dem Schiff oder im Flugzeug. Der Verkäufer trägt bis dorthin also das Risiko sowie die Kosten. Der Käufer trägt dann das Risiko sowie die Kosten ab Abgabe am Schiff oder Flugzeug.

Zusammenfassung:

Der Bestimmungsort ist ein geographisch festgelegter Ort an dem das Risiko sowie die Kosten vom Verkäufer an den Käufer übergehen

Komplexe Festlegungen gibt es oftmals nur zwischen Unternehmen. Ist ein Privatkunde der Endkunde, so ist in der Regel „frei Haus“ vereinbart

International wird im INCOTERMS der Bestimmungsort sowie weitere Liefermodalitäten festgelegt

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